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Interessanter Tag in Interlaken

Der Blick aus dem Fenster um 08.00 Uhr zeigte viele, tiefe Wolken. Auch die Webcam in Grindelwald war in dichtem Nebel eingepackt. Ich entschied mich in Interlaken fliegen zu gehen, da die Basis dort früher über dem Startplatz sein sollte und wir dort sicher Fliegen können.
Im Lehn treffen sich 11 Motivierte Piloten und wir gehen gemeinsam mit dem ÖV hoch aufs Amisbühl. Es hat immer noch viele Wolken in verschiedenen höhen, wobei zwischen den Wolken geflogen wurde. Aber Sonne hatten wir praktisch keine.
Der Optimismus für wirklich gute Thermik war nicht so gross, aber trotzdem sah man den einen oder anderen Tandem steigen.

Was machen? Wir geben einen kurzen Task ein, welcher "nur" mit hilfe von mitnehmen am Hang, oder aufdrehen am Harder abgeflogen werden konnte. Ziel war es, falls es kein oder nur schwaches steigen gibt, den Task im optimalen Gleiten, = im richtigen moment Gas oder eben mit der Handbremse, zu fliegen. Exakt zum Startzeitpunkt konnten wir dann aber gut aufdrehen und für die meisten war es dann kein problem, den Task annähernd im vollgas abzufliegen! Aber... 15min Später blieb die Thermik dann wieder für längere Zeit weg, was einingen von uns zum verhängniss wurde. Der Task war dann nicht mehr einfach "abzugleiten" aufgrund Talwindlee ums Luegibrüggli rum...
Zu diesem Zeitpunkt zeige die Webcam an der First immer noch Basis deutlich unter dem Startplatz, aber mit "fliegbaren" Fenstern.

Nachdem alle im Lehn gelandet waren, trafen wir uns dann im Restaurant Golf fürs Debriefing und etwas Wettkampf-Theorie, sowie Instrumenten einstellungen austauschen (viele waren noch nicht 100% bereit mit den Geräten, sowie auch ich... *dass muss wohl an den raren Flugtagen liegen).

Fazit:
- Mit etwas Nerven hätte man vermutlich von Grindelwald ab 14 Uhr nach Interlaken fliegen können (wie ursprünglich geplant)
- Flugbedingungen waren bis Sonnenuntergang "gut" und man hätte am Späteren Nachmittag einen etwas längeren Task abfliegen können.
- Prognosen waren (zumindes für mich) schwer zu interpretieren und richtig einzuschätzen. Ich hatte den eindruck, dass es weniger Föhn gab und mehr Feuchtigkeit vorhanden war als Progonostiziert. Durch die vielen Wolken am morgen, respektive späte Sonneneinstrahlung, verzögerte sich auch die Entwicklung der Regenwolken. Ich erkannte die "blaue" störung, welche uns Thermik brachte nicht rechtzeitig da diese grau in grau war mit den Cirren.
- Auch 5km Tasks können Spass machen... :-)

Es ware eine coole, motivierte Gruppe und unter dem Strich für mich eins der besten und Lehrreichsten Regiofliegen!!!

Alle anwesenden können ihre Tracks hochladen: Regio Interlaken Task 2

Startbereit am Amisbühl
Die "graue"  stöhrung war kaum zu sehen...
Motiviertes grüppli!
Der Task... auch 5km können interessant sein und Spass machen!
19 May 2019, Michael Maurer



Comments

Martin Scheel on Monday, 20. May 2019, 09:28
Danke, Michi, fürs Organisieren und den Bericht!
"weniger Föhn gab und mehr Feuchtigkeit vorhanden war als progonostiziert".
Ja, das schien mir auch so, Chur hatte zügigen Talwind, den ganzen Tag. Und weils etwas weniger Föhn hatte, war die mittelhohe Bewölkung weniger aufgerissen: Es war bewölkter mit tieferer Basis als angenommen.


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