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SLC Grindelwald, Task 2: Schwierige 70km, Alfredo Studer gewinnt // + Fotos

Das Tasksetting war wieder schwierig, danke, Michi, Christoph, Patrick und Urs fürs Tasksetten: Warten am Reeti - Gratschärm - Burg - gr. Scheidegg - kl Scheidegg - Gratschärm - dann eine Lenkungsboje Richtung Brienzersee (damit man nicht zur Schynige fliegt) - Morgenberghorn - Harder (Goal).
Der Start war sensationell, thermodynamisch auf fast 3000m überm Reeti. Wie angekündigt wurde die Thermik schlechter (immer schlechter, den ganzen Nachmittag lang, typisch für den ersten Tag nach einer Front), und das bei 20km/h Westwind. So wars dann eigentlich beinahe überall "Level 2", ungemütlich, aber fliegbar… Die Mit-Wind-Schenkel waren jeweils einfach, gegen den Wind aber wars jedesmal mühsam.

Spannend war:
Allgemein:
Ein paar Piloten hatten schon vor dem Start "ein schlechtes Gefühl". Mit diesem Mindset läuft nichts mehr, auch wenn die Bedingungen vor dem Luftstart super geil waren. Besser wäre mit "neutralem" Mindset einmal zu schauen. Rausfliegen und landen war ja jederzeit möglich.
Gr. Scheidegg:
5 Piloten entschieden sich für den direkten Weg den NW-Wänden entlang Richtung kl. Scheidegg. Dies wurde am Briefing als Option vermerkt, allerdings mit dem Satz: "Macht dann eh niemand"… Leider war noch zu wenig Sonne drin, die Piloten hatten eigentlich einen verlängerten Abgleiter und waren unter dem Eiger zu tief, um beim berühmt-berüchtigten Schattwald Anschluss zu finden.
Schattwald (Boje kl. Scheidegg):
Wie immer wars eher Zufall, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Einige Piloten flogen zu tief ab - und fanden im Schattwald keinen Anschluss. Eigentlich komisch, tief abzufliegen, es war klar, dass es schwierig würde.
Gegenwindschenkel:
Es war wie es war. Mühsam, aber möglich…
Übergang von Grindelwald nach Interlaken (Lenkungsboje):
Wegen der schlechter werdenden Thermik wäre der Übergang lange nicht möglich gewesen (man musste überm Reeti wieder auf 2900m, sonst wärs bei dem Gegenwind nicht möglich gewesen zum Faulhorn zu wechseln. Der Umweg über die Schynige wäre heute nicht nur gefährlich, sondern auch unmöglich gewesen. Man sah das am "Blau", es hatte kein Wölkchen. Ich war deswegen überrascht, dass ein Pilot die 3 Superpiloten verliess und es doch in Richtung Burg versuchte. Jedenfalls wars zu diesem Zeitpunkt wieder möglich, thermodynamisch an der Reeti gut Höhe zu machen. Belohnt wurden alle, die dies schafften mit einer super Aussicht und einem recht ruhigen Flug zum Morgenberghorn (der Därligrat funktionierte recht gut) und ins Goal. Die Linie um dies zu fliegen war nicht sonderlich entscheidend. Die ersten flogen einen Umweg, um nicht hinter dem Därligrat in die Abwindzune zu kommen, Dan hingegen flog zur Schynige und von dort recht direkt zum Därligrat - es war etwa gleich schnell.

Insgesamt hatten wir zwei anspruchsvolle, aber sehr interessante Tage hier. Wer Goal machte, war schon top! Gratulation an alle, und bis … Disentis!

Fotos folgen.

Dan Morand, Nyfenegger und Maurer beim Flug vom Faulhorn Richtung Morgenberghorn
21 July 2019, Martin Scheel



Comments

Markus S. Wicki on Sunday, 21. July 2019, 22:04
Gratulation an alle die ins Goal geflogen sind! Super Leistung und Durchhaltewille!!!


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