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Competition News

Comeback nach 18 Jahren Wettkampfpause

Andy Aebi 31. July 2026 PWC Gemona
Nach 18 Jahren wieder an einem Paragliding World Cup an den Start zu gehen, weckt viele Erinnerungen. Früher gehörten Wettkampfberichte fast schon zur Pflicht – umso mehr freut es mich, heute wieder einmal einen Beitrag für die Swiss League schreiben zu dürfen. Vielen Dank an Roger für die Gelegenheit.

In Gemona sind inzwischen sechs Tasks absolviert. Nach dem wetterbedingt abgebrochenen Auftakt folgten mehrere anspruchsvolle und spektakuläre Rennen.

Task 4 führte über 97 Kilometer mit langen Talquerungen und extrem hohem Tempo. Der Start verlief perfekt, doch eine einzige falsche Linienwahl vor der ersten Wendemarke machte aus einer Spitzenposition innert Minuten das Schlusslicht. Zwar gelang es, den Rückstand im Mittelteil fast vollständig aufzuholen, doch kurz vor dem Anschluss an die Spitzengruppe ging erneut ein Thermikzyklus verloren. Im Endanflug kostete ein Umweg um ein Wildschutzgebiet weitere Zeit. Vier Minuten Rückstand bedeuten auf diesem Niveau bereits einen Rang um Platz 50 – eine schmerzhafte, aber wertvolle Lektion.

Am fünften Task über 102 Kilometer war nach den Erfahrungen vom Vortag etwas mehr Geduld gefragt. Die etwas konservativere Taktik zahlte sich aus und führte zu einem erfreulichen 12. Rang, direkt hinter Roger Aeschbacher.

Task 6 über rund 80 Kilometer fühlte sich dann erstmals wieder an wie früher. Von Beginn an gelang der Anschluss an die Spitzengruppe, die Linien passten und das Vertrauen war zurück. Doch genau hier zeigte sich das unglaubliche Niveau des Weltcups: Zwei oder drei zusätzliche Kreise in einem guten Thermikschlauch reichten bereits aus, um den Anschluss an die Führungsgruppe zu verlieren. Eine kleine Entscheidung – und die Chance auf ein Spitzenresultat war dahin.

Mit einer offensiven Aufholjagd resultierte am Ende Rang 21, weniger als zwei Minuten hinter dem Sieger. Das zeigt eindrücklich, wie eng das Feld zusammengerückt ist. Zwischen einem Top-Resultat und einem Platz ausserhalb der Top 20 liegt oft nur eine einzige taktische Entscheidung.

Für das Schweizer Team sorgte Roger Aeschbacher am sechsten Task für das Highlight. Mit einem nahezu perfekten Flug sicherte er sich souverän den Tagessieg – herzliche Gratulation!

Der Weltcup in Gemona zeigt eindrücklich, wie hoch das Niveau heute ist. Fehler werden sofort bestraft, gleichzeitig macht genau das den Reiz dieser Rennen aus. Nach 18 Jahren Pause wieder Teil dieses Feldes zu sein und sich mit den besten Pilotinnen und Piloten der Welt zu messen, macht riesigen Spass.

Jetzt bleibt noch der letzte Task – und die Hoffnung, den Weltcup mit einem weiteren gelungenen Rennen abzuschliessen.
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PWC Gemona

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