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News Archive

World Championships Brasil 05

Der längste WM Task - mit gemischtem Erfolg

Steve Cox, 24. March 2005
Der 8te und der mit abstand am längste Task hatten wir heute! Der Task ging vorerst Richtung Süden, dann wieder zurück zum Startberg und dann über den Fluss von Valadares und weiter Richtung Nordwesten in das noch unbekannte Gegend hinter der Stadt. Der Race to Goal ging über 4 Wendepunkte 76km über die Pampas von Brasilien. Pulkfliegen ohne Ende war wohl das A & O dieser Task. Dauernd waren wir im 0,1-0,5m/s am rumkurven, manchmal kam es vor das ein Pulk mit 30 Piloten links drehend mit einem Pulk mit ebenfalls viele Piloten rechts drehend miteinander in die Quere kam. Aber, wir haben es irgendwie gemeistert und es gab nur ein paar streif Kollisionen. Bis zur zweit letzte Boje kamen wir für Brasilianische Verhältnisse relativ schnell voran. Aber danach bis zur letzte Boje Stand fast keine Wolke mehr am Himmel und das Tempo hat sich praktisch um die Hälfte verringert. Mühsam kämpften wir uns Richtung Goal. Der Task war eindeutig zu lang für diese Verhältnisse und somit gab es ein sehr schwierige Zielanflug. Der Ziel war leider nicht wie üblich am Delta Landeplatz sondern auf dem Antennenberg also auf dem kleinen Ibituruna. Anton, Stef Wyss und ich flogen praktisch den ganzen Task zusammen. Die Mädels Caroll und Lise flogen souverän und waren immer dicht an unsere Fersen. Die erste kleine Gruppe, welche sich vom Spitzenpulk trennen konnten, flog mit ausreichende Höhe dem Ziel entgegen. Wir kämpften um jedes Meter für den Zielanflug. Aber trotz Rückenwind kamen wir nicht auf die benötigte GZ 12 fürs Ziel. 2,5km vor dem Ziel resp. Antennenberg klebten wir, d.h. alle welche es schafften am Fuß der Ibituruna zu kommen, an die Felsen um jeden Meter aufsteigende Restwärme zu erwischen. Hin und her flogen wir in der Abend Sonne. Es Stieg nur wenig und nicht überall. Nach langem hin und her Soaren, schaffte ich es als einzige aus unsere Gruppe die benötigte Höhe zu holen, um ins Ziel zu gleiten. Nach GPS hatte ich das virtuelle Ziel, um genau einen einzigen Meter geschafft. Wenn das nicht Glück ist!!!!!!!!!! Anton, und Stef Wyss flogen bis auf wenige Meter vor dem Ziel.
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Sonntag: Bewölkt, abgesagt. Montag: Ruhetag

Martin Scheel, 20. March 2005
Kein Sonn- dafür Ruhetag! Das Wetter zeigte sich bereits am Morgen von der eher ungewohnten Seite. Wolken verdeckten den Startberg Ibituruna. Trotzdem fuhren wir an den Startplatz, schliesslich weiss man nie, wie sich hier der Tag entwickelt. Aber bereits nach 1h warten wurde klar, dass es nichts mit einem schlauen Task werden würde. Schliesslich besteht nach 5 guten Tagen auch kein Grund dazu, irgendetwas zu erzwingen. Da Morgen offizieller Ruhetag ist (zum ersten Mal an einer WM gibt es einen Ruhetag - sonst waren die Ruhetage immer allzu häufig gegeben durch das schlechte Wetter), haben wir nun ein verlängertes Wochenende. Darüber ist auch niemand wirklich unglücklich, da die Fliegerei hier doch recht anstrengend ist (kurbel, kurbel, kurbel). Es ist anzunehmen, dass die Piloten nach der WM mit kümmerlicher Beinmuskulatur, dafür dicken Bizepsen die Heimreise antreten werden. Die freie Zeit werden wir intensiv nutzen, um Mediareports zu schreiben und das Wasserproblem im Haus zu beheben. Schliesslich können wir nicht die restlichen Tage – wie gestern – im Vorgarten direkt an der Strasse unter dem Gartenschlauch duschen. Zu gross war das Gedränge von Zaungästen. Rückblickend auf die erste Woche dürfen wir feststellen, dass wir so einiges erfahren und lernen durften. So unter anderem, dass... ...wir den kräftigsten Miet-VW-Bus unser eigen nennen dürfen. Spielend überhohlen wir auch mit maximaler Zuladung sämtliche anderen Teambusse auf der sausteilen Zufahrt zum Start. Dies schüchtert die Konkurrenz jeweils bereits am Boden ein. ...in dem Zusammenhang auch der kräftigste Bus nichts nützt, wenn der Zündschlüssel ins Tal fliegt und der Fahrer am Berg wortwörtlich vor verschlossenen Türen steht (bereits 2-mal passiert). ...Nachbars Hunde auch mit Insektenspray nicht zur Ruhe zu bringen sind. ...das Schweizer Team in der Szene als „Partymuffel“ gilt. Die Rangliste widerspiegelt dies auch. Schliesslich sind wir zum fliegen da. Wer zuletzt feiert, feiert am besten! ...wir am nächsten Wettkampf das Lunch-Catering für andere Nationen übernehmen. Unser Lunch erfreut sich auch bei Nichtschweizern zunehmender Beliebtheit. Das Abführmittel für den letzten Tag ist auch bereit bestellt und wird grosszügig dem Lunch (Salat) beigemengt…natürlich erst, nachdem wir gegessen haben. Das gibt sicher ein „Scheisslauf“… ...wir sowieso froh sind, unsere eigenen Köche zu haben. Der gestrige Ausflug in ein Restaurant brauchte Nerven und vor allem viiiiiiel Zeit. Das Grillfleisch machte dann dafür auch den Eindruck, wie wenn es 1.5h auf dem Grill zugebracht hätte. ...Portugiesischkentnisse eigentlich unnötig sind. Es reicht absolut, in kritischen Situation den Daumen auszustrecken und die magischen Worte „tudo bem“ auszusprechen. So lassen sich sogar Buszettelschreibende Polizisten beruhigen. Die nächsten News gibt es spätestens am Dienstag! Lukas Oertli
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Fast wie bei uns

Christian Maurer, 18. March 2005
Schon am Morgen zeigte sich der Tag von der besseren Seite, so waren dann auch die Bedingungen. Mit steigwerte um 2-4m/s wurden wir heute zuverlässiger an die Basis auf gut 1500m.ü.M getragen. Der Task führte zweimal am Startberg vorbei, was richtig Spass machte. Die Aufgabe führte uns über drei Bojen im Flachland ins Goal bei Valadares. Es entstanden wiederum zwei Pulks, welche in einem Abstand von ca. 5km durch die Gegend jagten. Auch heute wurde die Thermik zum Schluss wieder schwächer, dazu kam noch ein Spülgang entlang des Startberges, welche für einige das Aus bedeutete. Steve, Steph Morgenthaler und ich konnten meist ganz vorne mitfliegen und das ganze kontrollieren. Durch das hier übliche Linienfliegen verspielte Steph einen Spitzenplatz, wobei Steve und ich es besser erwischt hatten. So wurde ich hinter Christian Tamegger zweiter, Steve Top Ten. Tamegger belegte nach drei Durchgängen den ersten Platz, kann so seine Führung noch weiter ausbauen. Auch Steve kann seinen dritten Platz verteidigen. Dümmer erging es Elisabeth und Carol, welche durch ein Missverständnis mit der CTR der Flugplatzes die nötige Thermik für ins Goal verfehlten. Stefan Wyss und Morgenthaler kamen auch noch ins Goal, wobei es heute Anton erwischte. So konnten wir wieder einige Punkte auf die Deutschen gut machen! (Fotos vom Pulkfliegen: www.azoom.ch/brazil05 Fotos Martin Scheel (freies © nur für Tagespresse und private Nutzung)
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Juhee! Wieder ein \"Schweizer-Tag\"!

Stefan Wyss, 16. March 2005
Die heutige Aufgabe war ein \"Race to Goal\" in Richtung Südwest mit einer Gesamtdistanz von 62 km. Über die Hälfte der Strecke wurde nur langsam, so richtig \"gnietig\" geflogen, bis sich vor der Flussüberquerung, ca. 15 km vor dem Goal, eine kleine Gruppe absetzte und das Tempo steigerte. In dieser Gruppe waren u.a. Norman Lausch, Mads Syndergaard und ich. Eher tief auf der anderen Seite des Flusses angelangt, gerieten wir zuerst einmal etwas ins Schwitzen, bis uns ein paar Urubus (ja wer denn sonst?!) steigende Luft anzeigten... Als wir genug Höhe gemacht hatten um einigermassen sicher ins Ziel gleiten zu können, tauchte auf einmal Frank Brown auf der anderen Seite des Flusses auf. Er war zwar noch deutlich hinter uns, aber auch viel höher! Wie wird es wohl ausgehen, wird Franky uns ein- oder gar überholen können? Norman (Fullspeed-Lausch) flog etwas vor mir los und gab ordentlich Gas, so dass er das Ziel relativ tief, aber als erster erreichte - herzliche Gratulation! Frank wurde zweiter, ich dritter. Yesss! Nur wenig später kamen auch Chrigel, Steve und Anton sowie unsere Mädels ins Ziel. :-) Freude herrscht - auch wenn die etwas komische Formel (GAP 2002) mit einer Art \"Early Bird Bonus\" für Wendepunkte die offizielle Rangliste dann noch etwas verändert hat. In der Gesamtrangliste sind Lisä und ich nun in Führung - es lebe das Spälti-Team! Ausserdem haben wir unsere Führung in der Nationenwertung etwas ausgebaut. Stephan Morgenthaler wurde leider bei der ersten Wende gegroundet und musste einen Fussmarsch antreten. PS: Vielen Dank an Naomi für die Infos betr. Dengue-Fieber. Es ist also offenbar doch nicht ganz so schlimm wie in den Räubergeschichten, die hier die Runde machen. ;-)
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Sehr guter Auftakt für das Schweizer Team!

Stefan Wyss, 15. March 2005
23:00 Steve´s comment! Der erste Task der WM ging über drei Bojen 55.6km praktisch Oneway. Um ein Uhr ging das Startfenster auf wobei nur wenige Piloten vorerst gestartet sind. Langsam füllte sich der Himmel über Valadares. Aber nur zögerlich kamen wir voran, obwohl wir Rückenwind hatten. Die Thermik war wie üblich hier in Valadares schwach. Generell waren wir froh einen halbe Meter steigen zu haben. Um 14Uhr war der Luftstart. Lise, Stef Morgenthaler, Stef Wyss, Toni Caniglia und ich konnten pünktlich starten. Gemütlich und ohne gross Gas zu geben flogen wir zur nächsten Boje. Alles ging soweit gut bis 4km vor dem Ziel als wir alle im Spitzenpulk an einer Passstrasse sehr tief ankamen. Hier kam die grosse Selektion des Spitzenpulks, fast 50% landeten vor dem Pass. Doch erstaunlicherweise schafften es alle Schweizer im Spitzenpulk ins Ziel. Lise kam als zweite Frau ins Ziel. Overall kamen Stef Morgenthaler als 9er, Toni Caniglia als 8er, Stef Wyss als 6er und ich als 4er ins Ziel. Chrigel gab alles um den Spitzenpulk aufzuholen, konnte aber leider nicht ins Ziel fliegen. Caroll landete ebenfalls vor dem Pass. Alles in allem ein super Start für das Schweizer Team!!!!!! 18:00 Beim heutigen ersten Wettkampf-Durchgang erreichten fünf der sieben Schweizer Piloten und Pilotinnen das Goal! Insgesamt kamen nur 25 von 150 Teilnehmern ins Ziel. Provisorische Rangliste (ohne Gewähr): 1. Bruce Goldsmith 2. Christian Tamegger 3. Oliver Rössel 4. Steve Cox 6. Stefan Wyss 8. Anton Caniglia ca. 9. Stephan Morgenthaler ca. 20. Elisabeth Rauchenberger Damit liegt die Schweizer Nationalmannschaft schon jetzt in Führung in der Nationenwertung! Darauf lässt sich aufbauen - jetzt aber nur nicht übermütig werden... Weitere Infos, Bilder sowie die offizielle Rangliste werden in Kürze folgen! ( Fotos: Freies© für die Tagespresse und den privaten Gebrauch)
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The Worlds 2005 are open!

Unknown User, 14. March 2005
Und genau am heutigen Tag war es aus mit dem guten Flugwetter. Das war aber nicht so schlimm, da alle Piloten um 16:00 Uhr am Safety-Meeting in der Stadt antreten mussten. Trotz der anziehenden Regenfront wagten sich einige Schweizer noch mal auf den Startplatz. Nicht zuletzt um die Leistungsfähigkeit unseres VW-Shuttles zu prüfen. Fazit: 7 Piloten und 9 Packsäcke schafft die Karre ohne grössere, jedenfalls sichtbare, Probleme. Wir werden also am ersten Tag vorzeitig und ohne offiziellen Bus vor allen Anderen oben stehen und uns die besten Startplätze sichern. Bei 150 Piloten, die zum Teil nicht sehr erfahren sind, eine wichtige taktische Massnahme. Ab dem 2. Tag gilt jeweils für die besten 15 Piloten Vortritt am Start. Der Trainingstag wurde – abgesehen von kurzen Soaringeinlagen – mehrheitlich im Sinkflug beendet. Am Safety-Meeting wurden die Piloten über die Sicherheitsmassnahmen informiert. Sogar Funktionäre von höchster Stelle der FAI waren anwesend und betonten, wie wichtig die Sicherheit sei. Leider passierten in der Vergangenheit an EM’s und WM’s schwere Unfälle. Im Kontrast zu dieser Tatsache steht der Hinweis der Organisation, dass ein Helikopter nur in Belo Horizonte zur Verfügung steht, was einer Reaktionszeit von ca. 2h entspricht. Die Tschechen drohten daher nicht zu starten, falls der Heli nicht in Valadares stationiert sein wird. Die Eröffnungsfeier fand am Abend statt. Ein kurzer Umzug durchs Zentrum und die Präsentation aller wichtigen und unwichtigen Personen der Stadt. Abwechselnd langweilige und sehr langweilige Reden, einige Tanz- und Musikeinlagen und zum Schluss ein Feuerwerk, dass man gar nicht sah – jedenfalls knallte es in regelmässigen Abständen. Auffallend war, dass hinter dem Schild „Suiça“ gegen Ende der Eröffnung kaum noch Schweizer standen. Hunger und Durst waren einfach zu gross. Nun ist alles bereit, alle Geräte auf den neusten Stand der Software-Versionen gebracht (MLR’s auf die schnellste, Compeo’s auf die error-freiste) und viiiiel Moskito- und Sonnenschutz eingepackt. Nebst dem Wettkampf- geht hier scheinbar auch das Denge?!-Fieber um…Lesende Ärzte, bitte gebt durch, was das genau ist! ( Fotos: Freies© für die Tagespresse und den privaten Gebrauch)
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Strassen- und Luftzustandsbericht von Sonntag, 13.03.05

Unknown User, 13. March 2005
Seit der Ankunft des Swiss-Teams fliegt es jeden Tag. Bedenkt man, dass vor einer Woche hier noch fast der Ausnahmezustand herrschte, ein kleines Wunder. Nachdem gestern die Einschreiberei über die Bühne gegangen ist, stand heute ein offizieller Trainingstask über gut 50km auf dem Programm. Vom Cerro Ibituruna gegen Osten und wieder retour. Das Interesse am Task hielt sich aber in Grenzen und viele flogen da ein bisschen weiter, kürzten hier ab oder starteten verspätet. So kurz vor WM-Beginn will sich niemand mehr in die Karten schauen lassen. Sicher wird es eine spannende Sache, wurde doch auch am heutigen Tag einmal mehr deutlich, dass 100 vergebene Höhenmeter oft nur durch geduldiges Kurbeln (kann auch mal 15’ dauern) wieder gutgemacht werden können. Wer eine Kampflinie wählt, wird allenfalls einmal Glück haben, in der Regel aber am Boden weiterkämpfen…auf dem Weg zurück zur Strasse. Diese Strasse hat es übrigens in sich. Es wimmelt von Schlaglöchern, überschnellen PW’s und überladenen Trucks. Beim Ausweichen von Schlaglöchern muss stets beachten werden, dass a) das Schlagloch umfahren wird, b) seitlich genug Platz bleibt um einem gleichzeitig überholenden Auto Spielraum zu geben und c) einem allenfalls entgegenkommenden Truck auch noch ein paar Meter Strasse zu überlassen. Die Strasse ist 6m breit... Soviel zu den Strassenbedingungen am Boden. Betreffend Flugbedingungen zeigt sich Teamleader Martin Scheel zufrieden; „Die Trainingstage waren die besten Flugtage die ich bei meinen insgesamt 4 Besuchen hier je hatte. Von dem her gesehen bin ich positiv überrascht“. Im Hinblick auf die Taktik meint er weiter; “Ich glaube, dass es viele Läufe gibt. Es ist sehr wichtig, nicht vorzeitig am Boden zu stehen. Galt es in den bisherigen Wettbewerben in Valadares jeweils im 3. Pulk auf sicher zu fliegen, wird es bei diesen Bedingungen besser sein, im 2. oder allenfalls sogar – zurückhaltend – im Spitzenpulk zu fliegen“. Morgen gibt es noch mal einen Trainingstask. Viele Piloten werden sich jedoch vor dem langen Wettkampf schonen und nicht mehr zu viele Flugstunden sammeln. Grüsse aus Brasilien Ps: Eigentlich haetten wir herrvorragendes Bildmaterial zu den Berichten. Leider scheint aber das Praedikat ´Standleitung´ hier in Brasilien wortwoertlich zu stimmen...Es steht alles und wir koennen gerade mal froh sein, wenn ein Berichtli (ohne Fotos)in 1h hochgeladen werden kann. Henu, Helfer Nr.2 wird sich auf die Suche nach einer fetten Leitung machen... (Fotos: Freies © für die Tagespresse und den privaten Gebrauch)
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