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XC News

XC Masterday

XC Masterday in Interlaken

Michael Sigel, 2. March 2019
Beim ersten XC-Masterday trafen sich in Interlaken Toppiloten der Gleitschirm XC-Liga. Ziel war es, Wissen und Erfahrung auszutauschen sowie Taktiken, Grundsätze und Tipps zum Streckenfliegen zu diskutieren und die idealsten Streckenflug-Routen zu ermitteln. Michael Küffer moderierte den ersten Anlass dieser Art in der Geschichte der XC-Liga.

«Was ist euch wichtig, wie können wir im Streckenfliegen besser werden und was hindert euch noch, lange Strecken konstant gut zu fliegen?» erklärte Christian Maurer zu Beginn des Tages die Leitfragen des Masterdays. Jeder Top-Streckenpilot der Schweiz wurde eingeladen und elf von ihnen sind nach Interlaken gereist. So brachten Michael Sigel (Kandersteg), Reto Reiser (Flims), Urs Haari (Giswil), Daniel Rissi (Seewis), Paul Neuenschwander (Uetendorf), Andreas Nyffenegger (Lyssach), Chrigel Maurer (Frutigen), Christian Erne (Wetzikon), Philipp Steinger (Hergiswil), Yael Margelisch (Verbier) und Dominik Welti (Luzern), ihre Ansichten ein. Es wurden negative und positive Faktoren vergangener Flüge analysiert und schriftlich festgehalten. Unterteilt wurde in Flugtaktik, Planung/Vorbereitung, Selbstmanagement (Zeit, Risiko, etc.) und mentale Aspekte. Spannend war, dass jeder Pilot bereit war, sich gegenüber seinen sportlichen Konkurrenten zu öffnen. «In der Luft sind wir alle Einzelkämpfer. Doch nur gemeinsam können wir uns weiterentwickeln und uns verbessern» kommentierte Chrigel Maurer.

Suchen nach dem perfekten Tag
Als erlebte negative Punkte beispielsweise wurden bei der Planung übermüdet sein oder langes Suchen nach dem «perfekten» Tag und Startplatz aufgeführt. Bei der Flugtaktik wurde zu schnellem Aufgeben, langsames Fliegen und grosse Umwege auf den Routen angegeben Was aber war bei den besonders erfolgreichen Flügen anders als sonst? Auch dazu wussten die Strecken-Cracks natürlich viel zu berichten. So zum Beispiel eine optimistische Grundstimmung und das Selbstvertrauen, in der Luft schnell die richtigen Entscheide zu fällen. «Schlüsselstellen muss man sich vorher bewusst machen, vor Ort wird jedoch meist intuitiv entschieden. Umwege kosten Zeit und sind demotivierend. Am besten fliegt man in Gruppen und kann so voneinander profitieren» fasst Maurer die Diskussion zusammen.

Auf was es ankommt
In Gruppenarbeiten und Austauschdiskussionen kamen die Piloten zum Beispiel auf folgende Punkte: Material, Geräte & Luftraum kennen, Wetter einschätzen & Startplatz wählen, Direkte Linien fliegen, Gross denken, lange fliegen, Streckenflugtauglicher Lebensstil gestalten, Geduld & Ehrgeiz und natürlich Freude am Fliegen. Moderator Küffer fasst die Diskussionen zusammen: «Es gibt ein paar Voraussetzungen, die man gut erreichen bzw. erlernen kann, so zum Beispiel einwandfreies Material und die Interpretation von Wetterprognosen. Für vieles aber muss man die richtige individuelle Balance finden. So ist das Abwägen zwischen dem konsequenten Durchziehen eines Plans und der flexiblen Anpassung schwierig – sowohl in der Planung als auch im Flug. Zudem muss in der Luft ständig eingeschätzt werden, wann wie viel taktisches Risiko angebracht ist.» Dieses Wissen soll auch weniger erfahrenen Streckenpiloten helfen, weitere Flüge zu machen. . Es scheint, dass insbesondere die Schweizer Topografie FAI Dreiecke über 300km schwierig macht, muss doch dafür der Alpenhauptkamm nicht nur ein- sondern oft zweimal überflogen werden. In der Gruppe wurden die aussichtsreichsten Gebiete und mögliche Routen, sowie die Schlüsselstellen diskutiert. Einmal mehr wurde klar, dass das gemeinsame Hinarbeiten auf dieses Ziel, sei es durch die Diskussion von möglichen Routen oder dem Fliegen in der Gruppe wohl der Schlüssel zum Erfolg sein könnte. Mehr dazu im neuen Swiss-Glider!
Bericht und Bilder: Michael Schinnnerling
Diverses

Next XC League Events

Christian Maurer, 10. January 2019
XC-Camp Frauen Weekend 02./03. Februar / Verschiebedatum 16./17. März 19
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Ziele:
Wissensaustausch unter Pilotinnen: Was gibt es für Möglichkeiten, den Flug trotz voller Blase weiter zu geniessen- unsere geschlechterspezifischen Probleme besprechen, sich dieser bewusst werden und mögliche Lösungen diskutieren.
Die Pilotinnen profitieren gegenseitig von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen.
Meteo-Block mit Stephanie Westerhuis

Ablauf:
- Samstagvormittag Treffpunkt und gemeinsame Fahrt zum Startplatz. Vor dem Start kurzer Theorieblock
- Fliegen
- Abend intensive Diskussion um unsere Effizienz zu steigern.
- Sonntagvormittag gemeinsame Fahrt zum Startplatz. Vor dem Start kurzer Theorieblock.
- Fliegen und Umsetzten

Wer ist dabei: alle XC Liga-Pilotinnen
Anmeldung jetzt: Mail an Gabi Jacober- flygerin@bluewin.ch


XC Masterday (Indoor Workshop) Samstag 23. Februar 2019
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Ziele:
„Wissensaustausch“ unter Toppiloten der XC-Liga.

Die Piloten profitieren gegenseitig von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen
Die Teilnehmer entwickeln Grundsätze, Taktiken, Tipps und Vorgehen zum Streckenfliegen
Die Ergebnisse aus den Diskussionen werden aufbereitet und allem Mitgliedern der XC-Liga zur Verfügung gestellt (und ggf. im Glider publiziert)

Wer ist dabei: Top 10 XC Piloten, Open&Sport CCC 2018 + A Kader der XC Liga
Min. 6 Teilnehmer- Max. 12

Anmeldung jetzt: Mail an Chrigel Maurer - xcliga@gmail.com


Theorieabende (1. Mittwoch Abend von Feb.-Mai von 19-22 Uhr in Olten)
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-für XC Ligapiloten und Gäste (C Kader)

Luftraumabend - 3. April in Ittigen
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-für alle „Piloten“ - jetzt anmelden: https://www.shv-fsvl.ch/verband/alle-news/news/luftraumabend-3419-jetzt-anmelden/


Regiofliegen - ab 9. Februar - siehe Agenda: http://www.swissleague.ch/Agenda/tabid/290/Default.aspx
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-Regional in der Schweiz zusammen trainieren, je nach Wetter ein Task oder XC.
-für alle XC und Comp Piloten- Minimum, ein Liga Profil für alle Infos!

Season Opening - Samstag oder Sonntag 9./10. März
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-Gemeinsames XC Fliegen- Saisonziele setzten und Planen
-für alle XC Ligapiloten
Diverses

Neues Jahr, neue Verantwortliche in den Ligen

Christian Maurer, 8. January 2019
Gleitschirm XC-Liga

Per 2017 wurde die XC Liga gegründet, um das Streckenfliegen in der Schweiz und somit konstant sehr gute Streckenflugpiloten zu fördern. Seither wurde die Liga von Chrigel Maurer geleitet. Nachdem nun die Erkenntnisse der ersten beiden Jahre umgesetzt und die Trainingsangebote intensiviert werden, wird auch ein Wechsel der Ligaleitung stattfinden. Aus zeitlichen Gründen hat Chrigel die Leitung per 01.01.2019 an Michael Sigel übergeben. Nichtsdestotrotz wird Chrigel auch weiterhin bei Events vor Ort und auch im Hintergrund aktiv sein, um sein grosses KnowHow den Piloten weiterzugeben. Im Vordergrund wird Michael vermehrt Ligafliegen und -events organisieren und koordinieren. Auch Michael kann auf viel Erfahrung und ein grosses Wissen im Strecken- wie auch im Wettbewerb zurückgreifen.

Swiss Delta League

Seit nun 10 Jahren leitete Thomas Koller die Delta Liga. Aufgrund seiner beruflichen Belastung suchte er jedoch seit geraumer Zeit einen geeigneten Nachfolger für die Leitung des Nationalteams - der nun auch gefunden wurde. Per 01.01.2019 hat nun Toni Crottet die Leitung der Delta Liga übernehmen. Toni hat diverse J+S Ausbildungen und Führungserfahrung in verschiedenen Gebieten. Selbst fliegt er seit langem Gleitschirm und seit einiger Zeit auch Delta. Toni hat bereits im Vorfeld viel Zeit investiert, um für die Liga neue Trainingsmöglichkeiten anzubieten, sowie sich der Frage angenommen, wie interessierten Piloten ein möglichst einfacher Zugang zur Liga verschafft werden kann. Ziel dabei ist die Verjüngung der Liga weiter voranzutreiben und noch mehr Konstanz in die leistungsstarke Delta Nationalmannschaft zu bringen. Sein Fokus wird noch mehr auf die Förderung des Nachwuchses gerichtet sein. Aber auch das bestehende Team soll gefördert werden. So findet für die Liga am 16 / 17 sowie 22 / 23 Februar erstmals wieder ein gemeinsames Wintertraining, sowie am 18. - 21. Mai die erste Delta Newcomer Challenge für alle interessierten Deltapiloten statt. Thomas Koller wird der Liga als Pilot weiterhin angehören. Wir danken ihm ganz herzlich für seine geleistete Arbeit und freuen uns, ihn auch weiterhin an Wettbewerben anzutreffen.
XC Brazil

Lucien Haas zur Rekordjagt in Brasilien: Trotz eines Stelldicheins von Top-Piloten ist der Streckenflug-Weltrekord nicht gefallen.

Martin Scheel, 3. December 2018
Lucien Haas:

"Erstmals setzten dabei die meisten Flieger, die auch den Weltrekord im Blick hatten, auf den Windenstart (siehe auch auf Lu-Glidz: "Jagd auf die 500+X"). Anders als bei Hangstarts, z.B. in Quixadá oder Patú, bei denen man durch die Kompression am Hang schnell mit allzu heftigem Wind zu kämpfen hat, kann man am Seil über flachem Land auch bei einer kräftigen Brise relativ sicher in die Luft kommen.

Leider spielte in diesem Jahr der Wind den Piloten nicht so richtig in die Karten. Für brasilianische Verhältnisse wehte er an vielen Tagen zu schwach oder zumindest nicht konstant genug, um ausreichend hohe Schnittgeschwindigkeiten zu erzielen. Dennoch standen am Ende der zwei Streckenflugmonate sieben 500er von unterschiedlichen Piloten in den Büchern.

Michael Sigels Flug über 551 km wurde sogar bei der FAI als neuer Streckenflugrekord "freie Strecke über drei Wendepunkte" eingereicht.

Interessantes gab es auch von den Tagen mit schwächerem Wind zu vermelden. Hier versuchten sich vor allem einige Schweizer Piloten im Dreiecksfliegen über dem brasilianischen Flachland. Herausragend dabei ein 258-km-FAI-Dreieck von Dominik Welti, bei dem er ebenfalls über weite Strecken mit Daniel Rissi als Flügelmann unterwegs war. Im Rückblick sagt Dominik sogar: "Rein fliegerisch ist das Dreieck anspruchsvoller. Die pro-Kilometer-Leistung ist beim Dreieck größer.""

Mein Kommentar:
Die Taktik der XC-League scheint sich auszubezahlen. Trotz "Stelldichein der Toppiloten" konnten unsere Piloten die weitesten Flüge realisieren! Gratuliere, Michi und alle andern!
XC Brazil

Schlussbericht

Michael Sigel, 25. October 2018
So, nun hatte ich endlich etwas Zeit für den Schlussbericht. Dummerweise waren die ersten Tage die besten, deshalb bleibt (bei) mir ein etwas komisches Gefühl zurück. Trotzdem war es eine geniale Zeit hier in Caico. Dabei haben wir folgende Flüge gemacht:
551km – Michael Sigel
550km – Dominik Welti
520km – Christian Erne
516km – Michael Sigel
485km – Philipp Steinger
470km – Peter Kleimann
468km – Peter Kleimann
468km – Philipp Steinger
465km – Michael Sigel
464km – Dominik Welti
463km – Christian Erne
461km – Andreas Schnider
454km – Christian Erne
454km – Patrick von Känel
453km – Philipp Steinger
433km – Daniel Rissi

Der Weltrekordversuch hat mit einem Knall angefangen: drei Flügen über 500km und uns haben nur 20km bis zum Weltrekord gefehlt. Was für eine Leistung, insbesondere von Dominik, der sein erster Flug überhaut in Brasilien gemacht hat. Philipp hat leider die letzte Thermik verpasst und hat die 500 ganz knapp verfehlt.
Am nächsten Tag lief es nicht ganz so gut. Während die einen auf dem Rückweg waren, mussten die anderen wegen den stabilen Verhältnissen schon bald landen.
Auch am dritten Tag wurde es zunehmend stabiler und alle Schweizer standen schnell am Boden.
Zum Glück wurde das Wetter am vierten Tag wieder etwas labiler. Es hatte immer noch Wind und schöne Wolken. Ich war alleine unterwegs und schaffte es auf 516km, die anderen waren in der Gruppe etwas langsamer, schafften es aber auch auf über 450km.
Dominik und Patrick sind am Vortag abgesoffen und haben deshalb am 11.10. wieder angegriffen. Es wurde aber zunehmend stabiler und Dominik musste landen. Deshalb ist auch Patrick landen gegangen, damit wir an nächsten Tag wieder zusammen angreifen konnten.
Am sechsten Tag schafften Dominik und ich es nochmals über 460km, auch Andi hat es weit geschafft und landet 5km hinter uns. Daniel Rissi schafft es im Alleingang auch auf 430km.
Während wir am zurückfahren sind, geben Peter, Chrigel, Patrick und Philipp Vollgas. Sie können vor 6:40 starten und sind um 11 Uhr noch immer auf Weltrekordkurs. Doch dann schläft der Wind total ein und nach 470km (Peter), respektive 450km (die anderen) ist der Tag zu Ende.
Nun kamen die Tage mit wenig Wind. Während die einen am 14.10. auf dem Heimweg waren, flogen Daniel und Dominik neue FAI-Dreieck-Brasilien-Rekorde (200km und 259km). Das war eine Show der Beiden!
Wegen dem Nordwind gingen wir anschliessend zwei tage nach Pipa an den Strand. Nach der vielen Fahrerei hier im Sertao war das eine super Abwechslung. Obwohl die Prognosen für die letzten Tage wieder besser waren, hatten wir kaum Wind und es waren keine richtig guten Flüge mehr möglich...

Ja, das war es also. Einmal mehr möchten wir uns beim SHV, Fly with Andy und den Fahrern bedanken! Es war eine geniale Zeit hier in Brasilien. Auch wenn wir den wichtigsten Weltrekord (Start-Ziel von 564km) nicht gebrochen haben: Einen Weltrekord (551km über 3 Wendepunkte) ist angemeldet. Im 2017 machten wir 18 Füge über 400km und sogar 5 Flüge über 500km. Dieses Jahr waren es 16 Füge über 400km und 4 Flüge über 500km. Vermutlich war das Wetter etwas weniger auf unserer Seite, so hatte es letztes Jahr mehr Wolken. Das ist insofern komisch, weil es diesen Winter im Sertao mehr geregnet hat, deshalb mehr Seen noch vorhanden sind und auch die Vegetation noch grüner als vor einem Jahr ist.
So, das wärs von Brasilien. Bald gibt es auf Fly with Andy noch einen Abschlussfilm!
XC Brazil

Day 8 - 259km FAI

Michael Sigel, 16. October 2018
Report von Dominik:
"Wieder ist die Prognose schwachwindig. Zu beginn denkt man an Vorwärtsstart.. Rissi, Schnider und ich überlegen auf der Piste FAI Dreieck zu fliegen. Wir entscheiden uns den ersten Schenkel Richtung Westen zu donnern und dann FAI oder trotzdem Oneway zu fliegen. Leider steckt es Schnider vor Patu. Sigel ist mitdabei, hat aber heute noch andere Pläne und geht in Patu landen. Die Anderen 4 sind auf der Rückreise nach ihren Krachern von gestern. Nach gut 100 km im Westen entscheiden wir uns für den FAI Dreiecks Plan. Wir fliegen den südlichen Schenkel (sieht wolkenmässig besser aus als der Norden) meist Gegenwind und mit starkem sinken. (So wenigstens die Wahrnehmung :-)) Die Bedingungen sind nicht immer faltenfrei aber es funktioniert. Den letzten Wendepunkt setzen wir so, dass es geschlossen 312 km geben würde. Die Zeit ist leider schon vorgeschritten und Rissi erreicht die letzte gute Thermik nicht. Der Tag neigt sich dem Ende, nur noch schwaches steigen. Aber Gegenwind gibt es auch auf dem letzten Schenkel wunderbar.. Landung auf der Autobahn dann 17:13, hätte mann hier in Caico doch bis 17:44 fliegen dürfen. Die Bremsen an die Traggurte geklickt, kommt bereits Zoio und Rissi und strecken mir das kalte Bier entgegen. HAMMER. Merci @airbuddies. Insbesondere an Rissi, hat Spass gemacht. Nun 2 Tage Zwangspause wegen Nordwind, danach kommt hoffentlich Rekordwetter! "
Wir anderen haben uns in Patu getroffen und sind dann mit dem Brasilianischen XC Team (u.a. mit den Rekordhalter Rafael und Samuel) essen gegangen.
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