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XC News

XC Sertao

Abenteuer Brasilien

Benjamin Fankhauser, 8. October 2026
Was habe ich erwartet, als ich hierher gekommen bin? nicht viel, ich liess mich überraschen. Thermik sicher. Wind. Die Möglichkeit, Rekorde zu fliegen, aber auch mahnende Worte von erfahrenen Piloten, dass hier nicht alles einfach ist. Man muss sich aufs Abenteuer einlassen, erklärt Andy Flühler beim Einweisungbriefing vor dem ersten Flug. Nun gut, wir, die zum ersten Mal hier sind, wissen ja noch nicht, auf was wir uns da eingelassen haben. Der erste Tag begrüsst uns mit relativ viel Wind aus schweizer Sicht. Kobrastart und die Winde funktionieren. Aber Thermik finde ich keine. 23 Minuten dauert mein Abgleiter, der in einem turbulenten und ausgetrockneten Bachbett endet. Zwischen den Steinen komme ich irgendwie herunter und kann im Windschatten von einem grossen Busch mein Material parkieren und zusammenpacken. Aber dann wohin? Wo ist die nächste Strasse? Dank schwachem Internet und Satellitenbilder finde ich eine Sandpiste in der Nähe, die sich gut erreichen lässt. Die Sonne brennt und der Retrieve stellt uns zurück an den Startplatz. Den anderen Neuankömmlingen ergeht es ähnlich. Mit der Zeit gewöhnen wir uns an die Landschaft, wir finden heraus, dass man auch an Ufer von all den kleinen Seen landen kann, oder dass an den Strassen und Sandpisten immer wieder mal Landeplätze auftauchen. Wir fliegen immer tiefer über die Juremafelder und sind immer optimistischer, was noch als Landeplatz zählt. Wir lernen, wie wir über Zäune aus 5 Lagen Stacheldraht klettern oder wie man sich Zugang zu WLAN verschaffen kann. Die ganz Harten landen auch auf einer kahlen Stelle im Juremafeld und kämpfen sich dann mit ca. 1 km/h durch die Dornen. Die Jurema Büsche erinnern an Rosen oder Brombeeren, was das Durchkommen angeht. Ab und zu werden wir von Hunden angebellt oder auch angesprungen. Kühe sind meistens wenig beeindruckt von unseren Landungen, aber die Pferde kommen schon sehr neugierig näher und beobachten, was da passiert. Neben den Vögel gibt es eher wenig Wildtiere, oder sie zeigen sich nicht. Langsam verstehe ich, was Andy mit Abenteuer gemeint hat: am Morgen von jedem Flugtag wissen wir nicht, ob wir in 50km abstehen, den Tag voll ausfliegen oder nach 4h aufgeben. Ob wir von einem freundlichen Bauern bei seiner Familie aufgenommen werden, irgendwie den Schirm wieder herrichten müssen oder im Extremfall mehrere Stunden auf den Retrieve warten, weil der Flugkollege es doch nicht über das letzte Juremafeld geschafft hat. Um hier einen Rekord zu fliegen, muss man sich nicht nur an diese Bedingungen gewöhnen, man muss mit ihnen spielen können. Dabei muss man seine Energiereserven im Auge behalten, hydriert bleiben und auf seine Ernährung achten. Klar ist jedes Absaufen ärgerlich, aber hier gehört das einfach dazu. Es bleibt nichts anderes übrig, als wieder nach Hause zu fahren und fest daran zu glauben, dass der nächste Tag der Tag der Tage ist. Erst wenn die Energie stimmt, das Mindset einen Plan hat, das Wetter passt und noch eine kleine Prise Glück alles abrundet, hat man die Zutaten für einen Weltrekord zusammen. Wäre es einfach, würde es ja keinen Spass machen. Am Schluss fliegt ein einzelner Pilot den Rekord. Insgesamt 4 neue Weltrekorde haben wir aufgestellt. Man darf aber die Teamleistung nicht vergessen. Piloten, die mitstarten, mitfliegen, mitkämpfen motivieren, FlyWithAndy und die XC-Liga stellen uns die besten Bedingungen zur Verfügung. Man merkt, dass sie nicht zum ersten Mal hier sind. Im Gegenzug lenken wir als Piloten für ein paar Wochen den weltweiten XC Fokus in die Sertao. Man kann hier auch gut ohne Rekordambitionen fliegen, falls du dich im Wallis wohlfühlst und Lust auf Abenteuer hast, gibt es hier viele Anbieter, die dir diesen Wunsch erfüllen können. Und ein Flug bis in den Sonnenuntergang ist schon etwas besonderes. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ À quoi m’attendais-je en venant ici ? Pas à grand-chose, je me suis laissé surprendre. Des thermiques, certainement. Du vent. La possibilité de battre des records, mais aussi les mises en garde de pilotes expérimentés : ici, tout n’est pas simple. Il faut accepter de se lancer dans l’aventure, explique Andy Flühler lors du briefing avant le premier vol. Très bien, mais nous qui venons ici pour la première fois, nous ne savons pas encore dans quoi nous nous sommes embarqués. Le premier jour nous accueille avec un vent relativement fort, du point de vue suisse. Le gonflage cobra et le treuil fonctionnent. Mais je ne trouve aucun thermique. Mon plouf dure 23 minutes et se termine dans le lit asséché d’un ruisseau, en pleine turbulence. Je parviens tant bien que mal à me poser entre les pierres, puis à mettre mon matériel à l’abri du vent derrière un gros buisson pour le plier. Mais ensuite, où aller ? Où est la route la plus proche ? Grâce à une faible connexion Internet et aux images satellite, je repère à proximité une piste de sable facilement accessible. Le soleil tape et la récup nous ramène au décollage. Les autres nouveaux venus connaissent à peu près le même sort. Au fil du temps, nous nous habituons au paysage. Nous découvrons qu’on peut aussi se poser au bord de tous ces petits lacs, et que des terrains d’atterrissage se présentent çà et là le long des routes et des pistes de sable. Nous volons de plus en plus bas au-dessus des étendues de jurema et devenons de plus en plus optimistes quant à ce qui peut encore faire office d’atterrissage. Nous apprenons à franchir des clôtures à cinq rangées de fil barbelé et à trouver un accès au Wi-Fi. Les plus coriaces se posent même sur un bout de terrain dénudé au milieu des juremas, puis se fraient un chemin à travers les épines à environ 1 km/h. Pour ce qui est de s’y frayer un passage, les buissons de jurema rappellent les rosiers ou les ronces. De temps à autre, des chiens aboient sur nous, voire nous sautent dessus. Les vaches sont généralement peu impressionnées par nos atterrissages, mais les chevaux s’approchent avec beaucoup de curiosité pour observer ce qui se passe. À part les oiseaux, il y a assez peu d’animaux sauvages, ou alors ils restent cachés. Peu à peu, je comprends ce qu’Andy entendait par aventure : chaque matin, nous ignorons si nous nous poserons au bout de 50 km, si nous exploiterons toute la journée de vol ou si nous abandonnerons après quatre heures. Si un paysan accueillant nous recevra chez lui avec sa famille, si nous devrons nous débrouiller pour remettre notre voile en état ou, dans le pire des cas, si nous attendrons la récup pendant plusieurs heures parce qu’un autre pilote n’a finalement pas réussi à franchir la dernière étendue de jurema. Pour battre un record ici, il ne suffit pas de s’habituer à ces conditions : il faut savoir jouer avec elles. Il faut aussi surveiller ses réserves d’énergie, rester hydraté et veiller à son alimentation. Bien sûr, chaque plouf est frustrant, mais ici, cela fait tout simplement partie du jeu. Il ne reste qu’à rentrer et à croire fermement que le lendemain sera le grand jour. Ce n’est que lorsque l’énergie est au rendez-vous, que l’état d’esprit s’accompagne d’un plan, que la météo convient et qu’une petite pincée de chance vient couronner le tout que les ingrédients d’un record du monde sont réunis. Si c’était facile, tout le monde le ferait. Au bout du compte, c’est un seul pilote qui réalise le record. Au total, nous avons établi quatre nouveaux records du monde. Mais il ne faut pas oublier le travail d’équipe. Les pilotes qui décollent ensemble, volent ensemble et se battent ensemble se motivent mutuellement. FlyWithAndy et la XC-Liga nous offrent les meilleures conditions possibles. On sent qu’ils ne viennent pas ici pour la première fois. En retour, nous, les pilotes, attirons pendant quelques semaines l’attention du monde du cross sur le Sertão. On peut aussi très bien voler ici sans ambition de record. Si tu te sens à l’aise en Valais et que tu as envie d’aventure, de nombreux prestataires peuvent combler cette envie. Et voler jusqu’au coucher du soleil reste un moment vraiment particulier.
XC Sertao

A game of chance or a game of skill?

Philipp Aeschbach, 6. October 2026
In den Alpen kommt das gute Wetter zwar nur selten, aber wenn es kommt, ist ein grosser Flug quasi garantiert. Hier in der Sertão hat es jeden Tag über 10 Stunden Thermik und man könnte theoretisch immer 400 km fliegen, an den windigeren Tagen über 500. Doch so einfach ist es nicht: Am Morgen ist die Thermik schwach, der Wind stark und die Basis tief. Selbst die besten Piloten kommen nicht jedes Mal durch, meine eigene Quote ist frustrierend tief. Klar, mit einem späteren Start könnte man die Chancen deutlich erhöhen, aber wer Rekorde fliegen will, muss den ganzen Tag nutzen. So probieren wir es täglich aufs Neue. Die Thermik beginnt spätestens um 7 Uhr, oft schon deutlich früher. Anfangs nimmt man jedes Steigen mit, aber die Thermikkerne sauber zu zentrieren, ist hier eine Kunst für sich. Auch die gemachten Beobachtungen richtig zu interpretieren, braucht Eingewöhnungszeit. Zu oft sehe ich Wolken oder gar steigende Urubus und ordne das dazugehörige Steigen trotzdem falsch im dreidimensionalen Raum zu. Denn die Luft steigt morgens in einem sehr flachen Winkel vom Boden zur Wolke auf. Gegen Mittag steigt die Basis, die Thermik wird stärker und der Wind lässt in der Regel nach. Dann werden die Bedingungen vergleichbar mit dem, was wir aus der Schweiz kennen. Es bleibt also nur eines: Üben, üben, üben! Je besser man mit den Bedingungen der ersten Stunden zurechtkommt, desto grösser werden die Chancen auf einen grossen Flug. Heute war der bisher windigste Tag und Nico ist als Einziger von uns durchgekommen. Nun hat er gute Chancen, auf über 500 km zu kommen. Die restliche Crew startet morgen einen neuen Versuch. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dans les Alpes, le beau temps est certes rare, mais lorsqu'il est là, un grand vol est presque garanti. Ici, dans le Sertão, il y a plus de 10 heures de thermique par jour et l'on pourrait théoriquement toujours voler 400 km, et même plus de 500 km les jours les plus ventés. Pourtant, ce n'est pas si simple : le matin, le thermique est faible, le vent est fort et la base est basse. Même les meilleurs pilotes ne passent pas à chaque fois – mon propre taux de réussite est frustramment bas. Bien sûr, en décollant plus tard, on pourrait nettement augmenter ses chances, mais quiconque veut battre des records doit exploiter toute la journée. C'est ainsi que nous réessayons jour après jour : le thermique commence au plus tard à 7 heures, souvent bien plus tôt. Au début, on prend tout ce qui monte, mais centrer proprement les noyaux thermiques est ici un art en soi. Bien interpréter les observations faites demande également un temps d'adaptation. Trop souvent, je vois des nuages ou même des urubus qui montent, et j'attribue malgré tout mal l'ascendance correspondante dans l'espace tridimensionnel. En effet, le matin, l'air monte du sol vers le nuage selon un angle très faible. Vers midi, la base s'élève, le thermique devient plus fort et le vent faiblit généralement. Les conditions deviennent alors comparables à ce que nous connaissons en Suisse. Il ne reste donc qu'une seule chose à faire : s'entraîner, s'entraîner, s'entraîner ! Mieux l'on gère les conditions des premières heures, plus grandes sont les chances de réaliser un grand vol. Aujourd'hui a été la journée la plus ventée jusqu'à présent, et Nico est le seul d'entre nous à être passé. Il a désormais de bonnes chances de dépasser les 500 km. Le reste de l'équipe fera une nouvelle tentative demain.
XC Sertao

Das Leben in der Sertao

Benjamin Fankhauser, 1. October 2026
Bis jetzt war jeder Tag fliegbar. Fly - Eat - Sleep - Repeat. Resp. fahre noch 8h nach Caico zurück, falls der Flug gut war. Langsam kommt die Ermüdung und wir müssen abwägen, ob wir das weitere Training brauchen, oder die Energie für den Rekordflug sparen. Aber ohne Sertao-Training fliegen die Newcomer auch keine Rekorde. Schwierig. Daneben machen wir Siesta, planen mögliche Weltrekorde oder füllen die Formulare aus: Nico Suremann hat mit seinem Flug am 25.09.2026 einen Weltrekord in der Kategorie Junior (U26) geflogen. Bei der Kategorie "Straight Distance to Declared Goal" geht es darum, vor dem Flug ein Ziel festzulegen und dieses fliegerisch zu treffen. Sein Ziel lag 326 km entfernt und ist ein Zylinder mit 400m Radius. Gratulation! Die FAI muss nun prüfen, ob da alles korrekt war. Auf der Webseite fai.org/records findet man unter "Hangliding and Paragliding" und der Subclass "O-3" die Rekorde und Rekordversuche im Gleitschirmfliegen: FAI Rekorde. Neben verschiedenen Distanzrekorden gibt es auch Rekorde in Geschwindigkeit oder Höhengewinn. In den jeweiligen Kategorien: General, Female, Multiplace und Junior. Piloten, die auf dem entsprechenden Kontinent angemeldet sind, können auch kontinentale Rekorde fliegen. Für ein Rekord braucht es ein Plan, das passende Wetter und vor allem viele Anläufe. Seb Ospina hat eine Woche lang erfolglos versucht, mit dem Tandem, ein Weltrekord zu fliegen. Klingt in der Theorie relativ einfach, ist in der Praxis mit Wind, wenig Landemöglichkeiten und der Gleitzahl von einem Ziegelstein unerwartet schwierig. Mit dem Enzo ist er wieder voll in seinem Element und hohlt sich den Weltrekord in der Kategorie "Declared Distance using up to 3 Turnpoints". Gratulation Seb! (Mehr dazu im Bericht von Gestern). Gestern haben wir versucht diesen Rekord gleich wieder zu überbieten. Sebi, Steffi und Olivier haben sich während dem Flug anders entschieden weil der Wind sie zu nördlich am Turnpoint vorbei gedrückt hat. Nico hat den Turnpoint gehohlt, ist aber abgestanden und ich wäre fast am Notschirm in die Jurema. Wie gesagt, es braucht mehrere Anläufe. Das Wetter sieht ab Sonntag wieder vielversprechend aus. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Jusqu’ici, on a pu voler tous les jours. Voler – Manger – Dormir – Recommencer. Ou plutôt, faire encore huit heures de route pour rentrer à Caicó si le vol a été bon. La fatigue commence à se faire sentir et nous devons décider si nous avons besoin de poursuivre l’entraînement ou s’il vaut mieux garder notre énergie pour le vol de record. Mais sans entraînement dans le Sertão, les nouveaux venus ne battent pas de records non plus. Difficile. À côté de ça, nous faisons la sieste, préparons d’éventuels records du monde ou remplissons les formulaires : avec son vol du 25.09.2026, Nico Suremann a établi un record du monde dans la catégorie Junior (moins de 26 ans). Dans la catégorie « Straight Distance to Declared Goal », il s’agit de déclarer un objectif avant le vol et de l’atteindre en vol. Son objectif se trouvait à 326 km et correspondait à un cylindre de 400 m de rayon. Félicitations ! La FAI doit maintenant vérifier que tout était conforme. Sur le site fai.org/records, sous « Hangliding and Paragliding » et dans la sous-classe « O-3 », on trouve les records et les tentatives de record en parapente : Records FAI. Outre les différents records de distance, il existe aussi des records de vitesse et de gain d’altitude, dans les catégories General, Female, Multiplace et Junior. Les pilotes inscrits sur le continent concerné peuvent également établir des records continentaux. Pour battre un record, il faut un plan, une météo adaptée et surtout de nombreuses tentatives. Pendant une semaine, Seb Ospina a essayé sans succès de battre un record du monde en tandem. Cela paraît relativement simple en théorie, mais en pratique, avec le vent, peu de possibilités d’atterrissage et la finesse d’une brique, c’est étonnamment difficile. Avec l’Enzo, il est de nouveau pleinement dans son élément et décroche le record du monde dans la catégorie « Declared Distance using up to 3 Turnpoints ». Félicitations Seb ! (Plus de détails dans le récit d’hier.) Hier, nous avons essayé de battre ce record à notre tour. Sebi, Steffi et Olivier ont changé de plan en vol parce que le vent les avait déportés trop au nord du point de virage. Nico a atteint le point de virage, mais a dû se poser, et moi, j’ai failli finir dans les juremas sous mon parachute de secours. Comme je le disais, il faut plusieurs tentatives. La météo s’annonce à nouveau prometteuse à partir de dimanche.
XC Sertao

Record attempt

Stephanie Westerhuis, 1. October 2026
Chrischi about his record attempt on September 29 We were in the air shortly before 7 a.m. At that time, there were only a few small cumulus clouds, and the thermals were still very weak. Nevertheless, we managed to stay airborne all the way to Patu. That was where the first beautiful cumulus clouds started to develop, and suddenly it became much easier to find good lines and strong lift. That was also the moment when Seb (Sebastian Ospina) and Chrischi (Christoph Richert) joined up and, from then on, worked as a team, trying to find the best lift under each cloud. Together, we flew south past Quixadá towards the three declared turnpoints. Near the third turnpoint, we missed the cycle slightly, and the thermals were very weak. Chrischi got extremely low, down to around 100 AGL, and had to struggle for a long time in a small valley before finally managing to climb back up. Seb was already able to continue into the next valley, but he also got very low there. Because of the poor landing options and the remoteness of the area, this was an extremely unpleasant situation for him as well. But he also fought his way back up and was then slightly ahead. That was crucial, because the goal had to be reached before sunset for the world record to count. However, time was also running increasingly short for him. With practically no sunlight left, he found the last bit of lift, managed to gain enough altitude once again and finally flew into goal only a few minutes before sunset, with just 70 AGL – and thereby secured the record. When he landed, Chrischi was still 20 km short of goal. Luckily, the fantastic Fly With Andy crew was already on its way and picked him up from the wilderness shortly after landing. Seb had a bit more trouble reaching the next road, as his landing site was surrounded by bushes. Seb has therefore actually set a new world record in “Declared Distance Using Up to 3 Turnpoints” with 444.4 km! Although he flies for the UK, we congratulate him - and hope he flies for Switzerland at some point in the future. ;-) And the Swiss team is already planning a longer task to take down Seb's record.
XC-Camp II

XC-Abenteuer vom Salève: Wer wagt, gewinnt!

Stephanie Westerhuis, 20. July 2026
Die Wetterprognosen waren schwierig für das zweite XC-Camp: Schauer und Nordwestwind standen auf dem Programm, zudem änderten sich die Details mit jedem neuen Modell-Lauf. Tag 1: Start ab der Röti. Einige zogen nach Westen, Mal südseitig, Mal nordseitig der Kreten. Man musste flexibel bleiben und dauernd neu beurteilen. Andere flogen direkt ins Flachland raus. Die Bedingungen änderten auch hier ständig. Der grösste Spielverderber war eine Gewitterzelle, die sich südseitig des Startplatzes bildete und die Flachland-Flieger jagte. Sie hinterliess eine nasse Spur, auch nachdem die Zelle schon lange vorbei war, kam die Thermik teils kaum mehr in Gang. Die Flüge gingen bis ins Val de Rue im Westen und ins Seetal im Osten. Am Abend trafen sich alle in Yverdon zum gemeinsamen Pizza-Essen. Den Standort hatten wir strategisch so gewählt, dass wir kurzfristig entscheiden konnten, ob es uns am zweiten Tag in den Jura oder in die Voralpen zog. Tag 2: Die Entscheidung fiel auf den Salève. Die wenigsten waren je dort gestartet. Schon nur die wunderbare Aussicht auf den See und den Jura ist eine Reise wert. Da gegen Norden gestartet wird, hatten wir zunächst keinen Stress und beobachteten jeden Vogel intensivst. Jan getraute sich als Erster raus, musste sich aber das Obenbleiben zunächst hart erkämpfen. Als Philipp dann auch gestartet und aufgedreht hatte, ging es schnell und alle waren zackig in der Luft. Es galt verschiedenste Schlüsselstellen zu meistern: 1. Querung durchs Flache zwischen Salève und Chablais-Hügel 2. Windiger Chablais 3. Anhängen nach der Überquerung des weiten Rhonetals 4. Abschattungen von Überentwicklungen in VD/FR/BE Quasi alle schafften es auf unterschiedlichsten Wegen bis ins Rhonetal - eine mega Leistung! Am weitesten gegen Osten flogen nebst Lars Chrischi und Reto - es lockte das Kebap, welches Lars jedem versprochen hatte, der*die es bis nach Meiringen schaffen würde. Fazit: viel Neuland, viele interessante Entscheidungen, viel gelernt - super Truppe! *** Les prévisions météo s'annonçaient difficiles pour ce deuxième stage de cross-country : des averses et un vent du nord-ouest étaient au programme, et les détails changeaient à chaque nouvelle simulation. Jour 1 : départ depuis la Röti. Certains se sont dirigés vers l'ouest, tantôt du côté sud, tantôt du côté nord des crêtes. Il fallait rester flexible et réévaluer la situation en permanence. D’autres se sont envolés directement vers la plaine. Là aussi, les conditions changeaient sans cesse. Le plus grand frein à la pratique a été une cellule orageuse qui s’est formée au sud du site de décollage et qui a chassé les pilotes de plaine. Elle a laissé une traînée humide ; même longtemps après son passage, les thermiques peinaient parfois à se remettre en marche. Les vols ont atteint le Val de Rue à l’ouest et le Seetal à l’est. Le soir, tout le monde s’est retrouvé à Yverdon pour un dîner de pizza en commun. Nous avions choisi cet emplacement de manière stratégique afin de pouvoir décider au dernier moment si, le deuxième jour, nous allions vers le Jura ou vers les Préalpes. Jour 2 : notre choix s’est porté sur le Salève. Très peu d’entre nous y avaient déjà décollé. La vue magnifique sur le lac et le Jura vaut à elle seule le déplacement. Comme le décollage se fait vers le nord, nous n’étions pas pressés au début et avons observé chaque oiseau avec la plus grande attention. Jan a été le premier à s’élancer, mais a d’abord dû se battre pour rester en altitude. Lorsque Philipp a lui aussi décollé et pris de l’altitude, tout s’est enchaîné rapidement et tout le monde s’est retrouvé en un clin d’œil dans les airs. Il fallait maîtriser plusieurs passages clés : 1. Traversée de la zone de vent faible entre le Salève et les collines du Chablais 2. Le Chablais venteux 3. Rattachement après la traversée de la vaste vallée du Rhône 4. Ombres projetées par les formations orographiques en VD/FR/BE Presque tout le monde a réussi à atteindre la vallée du Rhône par des itinéraires très variés – une performance incroyable ! Lars, Chrischi et Reto ont volé le plus loin vers l’est – attirés par le kebab que Lars avait promis à tous ceux qui arriveraient jusqu’à Meiringen. Conclusion : beaucoup de nouveaux horizons, de nombreux choix intéressants, beaucoup d’enseignements – une super équipe ! [Traduction fait avec Deepl.]
Last flight

Goodbye, Didier

Stephanie Westerhuis, 14. July 2026
Mit grosser Trauer nehmen wir Abschied von Didier Schultz. Er war seit zwei Jahren aktiv in der Swissleague. Er hat unermüdlich Streckenflüge gemacht und vermehrt auch an Wettkämpfen teilgenommen. Seine Begeisterung fürs Fliegen war immens! Nach einer gelungenen Woche am Palz Open mit vielen anderen Swissleague-Piloten war er am Tag danach im Wallis zum Streckenfliegen unterwegs. Er hat sich leider beim Starten am Sonntag schwer verletzt und ist am Montag seinen Verletzungen erlegen. Hans Strahm war gemeinsam mit Didier am Palz Open und hat ein paar persönliche Zeilen erfasst: Sei es beim Fliegen, beim gemeinsamen Abendessen, bei Reparaturen oder bei guten Gesprächen bis tief in die Nacht – Didier war am Palz-Alsac-Open stets mit dabei. Mit seiner gelassenen und humorvollen Art erzählte er uns, warum er grundsätzlich alles nur mit Wasser kochte: Öl sei ungesund und deshalb konsequent wegzulassen. Er brachte uns die Gepflogenheiten des Elsass näher und erklärte mit unaufgeregter Begeisterung dessen sprachliche und kulinarische Besonderheiten. Selbst einen ausgelaufenen Powergel im Gurtzeug bekämpfte er mit viel Fleiss, Geduld und reichlich Wasser, bis keine Spur mehr davon übrig war. Seine ruhige, besonnene Art und sein eher trockener Humor machten ihn zu einem besonderen Freund. Ich selbst war gerade dabei, ihn besser kennen und schätzen zu lernen. Es ist schwer zu akzeptieren, dass dies nun nicht mehr möglich sein wird. Unsere Gedanken sind bei seinen nächsten Angehörigen. *** C'est avec une grande tristesse que nous faisons nos adieux à Didier Schultz. Il était actif au sein de la Swissleague depuis deux ans. Il effectuait sans relâche des vols de distance et participait de plus en plus souvent à des compétitions. Son enthousiasme pour le vol était immense! Après une semaine réussie au Palz Open en compagnie de nombreux autres pilotes de la Swissleague, il était parti le lendemain dans le Valais pour effectuer un vol de distance. Il s’est malheureusement gravement blessé lors du décollage dimanche et a succombé à ses blessures lundi. Hans Strahm était aux côtés de Didier au Palz Open et a rédigé quelques lignes personnelles : Que ce soit en vol, lors des dîners en commun, pour effectuer des réparations ou lors de bonnes discussions jusque tard dans la nuit – Didier était toujours de la partie au Palz-Alsac-Open. Avec son calme et son humour habituels, il nous expliquait pourquoi il cuisinait systématiquement tout à l’eau : l’huile serait mauvaise pour la santé et il fallait donc systématiquement s’en passer. Il nous a fait découvrir les coutumes alsaciennes et nous a expliqué, avec un enthousiasme sans exagération, les particularités linguistiques et culinaires de la région. Il s’est même attaqué à un gel énergétique qui avait coulé dans son harnais avec beaucoup d’application, de patience et d’eau, jusqu’à ce qu’il n’en reste plus aucune trace. Son caractère calme et posé, ainsi que son humour plutôt pince-sans-rire, faisaient de lui un ami hors du commun. J’étais moi-même en train d’apprendre à mieux le connaître et à l’apprécier. Il est difficile d’accepter que cela ne soit désormais plus possible. Nos pensées vont à ses proches.
XC-Days A-Kader

Triangle-party at Riederalp: site record, many PB's and almost a WR

Stephanie Westerhuis, 31. May 2026
Zum ersten Mal fand ein XC-Weekend für die Pilot*innen des A-Kaders statt. Das erklärte Ziel war, sich austauschen zu können und, falls möglich, eine kreative Flugroute zu erproben. Inspiriert von Nicolas Poncelet und Jean Morisetti, die am Vortag zu einem 300er Dreieck von der Riederalp ins Aosta-Tal und Chamonix angesetzt hatten, war die Motivation gross, etwas ähnliches zu versuchen. Allerdings machte sich am Morgen Ernüchterung breit, als die neueren Modell-Läufe für die Alpensüdseite früher Gewitter vorhersagten. Etwas unschlüssig entschieden wir am Startplatz spontan, uns halt auf die klassische Dreiecks-Route in Richtung Grimsel und Berner Oberland zu begeben. Der Start war harzig. Lars landete sogar in der Mittelstation rein, um nochmals mit der Gondel hochzufahren. Auf dem Weg an den Grimselpass machte sich leicht störender Ostwind bemerkbar. Auch die dringend benötigten Thermiken für über den Furkapass waren zyklisch. In Richtung Oberalppass spülte der Wind einige weit runter (man munkelt, Chrigel Erne sei sogar unter der Stromleitung hindurchgeflogen.) Immerhin liessen wir nur ein paar Nerven und keinen Piloten in Andermatt zurück. Bei Fiesch entwickelte sich der Tag zum Guten und wir konnten richtig hoch aufdrehen. Leider konnte man dies nur während der Mittagspause mit MIL Off voll auskosten. Die Querung ins Berner Oberland ging erstaunlich einfach. Dort wurde der zweite Wendepunkt unterschiedlich weit in Richtung Genfersee gesetzt. Am weitesten wagten sich Lars und Philipp mit einem Schlenker bis nach Les Pléiades. Die Südtäler lieferten uns als Belohnung für alle Strapazen am Ende des Tages eine sehr hohe Basis. Lars flog sogar über die Dufourspitze! Der unerwartet gute, aber teils anspruchsvolle Tag resultierte in punkto FAI-Dreiecke in: - einen neuen Startplatz-Rekord: 328 km by Lars - viele persönliche Rekorde: Michael, Philipp, Daniel, Chrigel, Sebi, Steffi Die Distanz hätte auch gereicht für den Frauen-Weltrekord, aber am Schluss fehlten 300 m um das Dreieck ausreichend zu schliessen. Am Samstag waren alle müde. Wir starteten gemütlich in den Tag und nutzten die Gelegenheit für ausgiebigen Austausch während einer Kaffeerunde am Morgen. Schliesslich gingen alle mit dem Ziel an den Startplatz, bis nach Hause - oder zumindest zum Auto - zu fliegen. So zum Beispiel Serena an den Genfersee, Chrigel ins Zürcher Oberland und Daniel ins Rheintal. Gratulation! Ein weiterer lehrreicher Tag, der demonstriert, dass die besten Pilot*innen auch abseits der Autobahn fliegen können. Das gemeinsame Fliegen hat alle begeistert und ich wage zu behaupten, dass niemand ohne die anderen am Freitag ganz so weit geflogen wäre. Die Stimmung war sehr wohlwollend und motivierend - so fägt's! *** Stage de cross-country de l'équipe A : record du nombre de participants, records personnels et presque un record du monde Pour la première fois, un week-end de cross-country a été organisé pour les pilotes de l'équipe A. L'objectif déclaré était de pouvoir échanger et, si possible, de tester un itinéraire de vol créatif. Inspirés par Nicolas Poncelet et Jean Morisetti, qui avaient prévu la veille un triangle de 300 km partant de Riederalp vers la vallée d’Aoste et Chamonix, la motivation était grande pour tenter quelque chose de similaire. Cependant, le matin, la désillusion s’est installée lorsque les dernières prévisions météorologiques pour le versant sud des Alpes ont annoncé des orages précoces. Un peu indécis, nous avons décidé spontanément au point de départ de nous en tenir à l’itinéraire triangulaire classique en direction du Grimsel et de l’Oberland bernois. Le décollage a été laborieux. Lars a même atterri à la station intermédiaire pour remonter en télécabine. Sur le chemin du col du Grimsel, un vent d’est légèrement gênant s’est fait sentir. Les thermiques indispensables pour franchir le col de la Furka étaient également cycliques. En direction du col de l’Oberalp, le vent a emporté certains pilotes bien plus bas (on murmure que Chrigel Erne aurait même volé sous la ligne électrique). Au moins, nous n’avons laissé derrière nous à Andermatt que quelques nerfs à vif et aucun pilote. Près de Fiesch, la journée a pris une bonne tournure et nous avons pu vraiment monter haut. Malheureusement, nous n’avons pu en profiter pleinement qu’à la pause de midi avec MIL Off. La traversée vers l’Oberland bernois s’est avérée étonnamment facile. Là-bas, le deuxième point de virage a été fixé à des distances variables en direction du lac Léman. Lars et Philipp se sont aventurés le plus loin, avec un détour jusqu’aux Pléiades. En récompense de tous nos efforts, les vallées du sud nous ont offert une base très haute en fin de journée. Lars a même survolé la Dufourspitze à la fin ! Cette journée étonnamment bonne, mais parfois exigeante, a donné lieu, en termes de triangles FAI, à : - un nouveau record du site de décollage : 328 km de Lars - de nombreux records personnels : Michael, Philipp, Daniel, Chrigel, Sebi, Steffi La distance aurait également suffi pour le record du monde féminin, mais il manquait finalement 300 m pour boucler le triangle. Le samedi, tout le monde était fatigué. Nous avons commencé la journée tranquillement et en avons profité pour échanger longuement autour d’un café le matin. Finalement, tout le monde s’est rendu au site de décollage avec pour objectif de voler jusqu’à chez soi – ou du moins jusqu’à la voiture. Par exemple, Serena jusqu’au lac Léman, Chrigel dans l’Oberland zurichois et Daniel dans la vallée du Rhin. Félicitations ! Une nouvelle journée enrichissante qui démontre que les meilleurs pilotes savent aussi voler loin de l’autoroute. Voler ensemble a enthousiasmé tout le monde et j'ose affirmer que personne n'aurait volé aussi loin vendredi sans les autres. L'ambiance était très bienveillante et motivante – c'est ça, l'esprit !
XC-Camp

Vielseitige Prättigau-Flüge

Stephanie Westerhuis, 19. April 2026
Das erste von zwei geplanten XC-Camps führte uns ins Prättigau. Die ersten zwei von ursprünglich geplanten drei Tagen boten beste Bedingungen für spannende Flüge. Am ersten Tag teilte sich die Gruppe auf: die einen starteten ab Fanas, die anderen ab Pany. Zunächst war es harzig, aber wenn man der Stabilität entflohen war, wurde man belohnt mit einer hohen Basis. Einige hatten eine Route ins Engadin via Landeck geplant. Dank hoher Basis haben etliche an unterschiedlichen Übergängen den Sprung nach Österreich gewagt. Die Bedingungen waren dort teils sportlich, aber im Engadin angekommen konnten sie teils über 3800 m aufdrehen. Die anderen flogen alle nach Davos und von dort unterschiedlich weiter. Grossartig, dass alle diese Schlüsselstelle meisterten und niemand den Nachmittag mit einem Spaziergang um den Davosersee verbringen musste. Im Westen, also in der oberen Surselva, warteten schliesslich die prognostizierten dichten Cirren, welche das Fliegen verlangsamten. Dennoch schafften viele den Sprung via Bifertenblücke ins Glarnerland. Am Abend trudelten alle wieder in Schiers ein. Zum Glück hat die Küche im Hotel/Restaurant Alpina bis 21:30 geöffnet, so musste niemand hungrig ins Bett. Am Samstag fuhren wir mit den ersten Bahnen alle nach Fanas hoch. Der Tag präsentierte sich schon am Morgen anders als der Vortag: es hatte schon früh Quellwolken, allerdings mit tieferer Basis und auch der angekündete Nordwestwind war schon zu sehen. Wir hatten keine konkrete Idee, was der beste Flugplan sein wird. Mit ein paar Ideen im Kopf begaben wir uns in die Luft und schauten, wie sich die Bedingungen entwickelten. Viele flogen wieder in die Surselva, aber den Weg dorthin machten einige durchs Schanfigg und andere über die Südflanken des Prättigau. Der Nordwestwind war spürbar, aber die Bifertenlücke liess sich trotzdem erstaunlich angenehm passieren. Die schnellsten verlängerten das Dreieck bis zum Säntis raus, konnten aber wegen erneuter Cirren am Abend nicht ganz schliessen. Ein paar wenige versuchten sich mit einem OneWay - Sandro schaffte es schliesslich 200 km weit bis vors Pinzgau. Gratulation an alle für die tollen Flüge! *** Le premier des deux stages de cross-country prévus nous a conduits dans le Prättigau. Les deux premiers jours, sur les trois initialement prévus, ont offert des conditions idéales pour des vols passionnants. Le premier jour, le groupe s’est scindé : certains ont décollé de Fanas, d’autres de Pany. Au début, c’était difficile, mais une fois la stabilité atteinte, on a été récompensés par une base haute. Certains avaient prévu un itinéraire vers l’Engadine via Landeck. Grâce à cette base haute, plusieurs ont osé faire le saut vers l’Autriche à différents points de passage. Les conditions y étaient parfois difficiles, mais une fois arrivés en Engadine, ils ont pu monter à plus de 3 800 m. Les autres ont tous volé jusqu’à Davos, puis ont pris des directions différentes. C’est formidable que tous aient maîtrisé ce passage clé et que personne n’ait dû passer l’après-midi à se promener autour du lac de Davos. À l'ouest, c'est-à-dire dans la haute Surselva, les cirrus denses annoncés attendaient finalement les pilotes, ralentissant le vol. Néanmoins, beaucoup ont réussi à passer dans le canton de Glaris via le col de Biferten. Le soir, tout le monde est revenu à Schiers. Heureusement, la cuisine de l'hôtel-restaurant Alpina est ouverte jusqu'à 21h30, donc personne n'a dû se coucher le ventre vide. Le samedi, nous avons tous pris les premières remontées mécaniques pour monter à Fanas. Dès le matin, la journée s’annonçait différente de la veille : il y avait déjà des cumulus de source tôt le matin, mais avec une base plus basse, et le vent du nord-ouest annoncé était déjà visible. Nous n’avions aucune idée précise de ce que serait le meilleur plan de vol. Avec quelques idées en tête, nous nous sommes envolés pour voir comment les conditions évoluaient. Beaucoup ont de nouveau pris la direction de la Surselva, mais certains y sont allés en passant par le Schanfigg et d’autres par les flancs sud du Prättigau. Le vent du nord-ouest était perceptible, mais le passage de la Bifertenlücke s’est tout de même avéré étonnamment agréable. Les plus rapides ont prolongé leur triangle jusqu’au Säntis, mais n’ont pas pu le boucler complètement en raison de la réapparition de cirrus en soirée. Quelques-uns se sont essayés à un aller simple – Sandro a finalement réussi à parcourir 200 km jusqu’au Pinzgau. Félicitations à tous pour ces superbes vols !
XC-Cup 11. Oktober

Letzter XC-Cup des Jahres in Fiesch

Stephanie Westerhuis, 14. October 2025
Hochdruckbestimmtes Wetter lieferte uns einen Samstag mit Hochnebel im Flachland und strahlend blauem Himmel in den Alpen. Die Thermikprognosen versprachen Thermik bis 4000 m in den Walliser Hochalpen. Ein Dutzend Liga-Pilot*innen traf sich in Fiesch, rund zwei Stunden später als wir normalerweise für Streckenflüge starten würden. Am Startplatz angekommen schauten wir zu, wie die Schulschirme bereits von den ersten Thermikblasen zum Schaukeln gebracht wurden. Motiviert ging etwa die Hälfte der Personen in die Luft - nur um eine halbe Stunde später wieder unten am Landeplatz zu stehen. Dank guter Bahninfrastruktur war man aber bald wieder oben. Circa um 12:30 ging es los mit den ersten zuverlässigen Thermiken. Dennoch brauchte es viel Geduld, um sich die nötige Höhe für eine erste Querung zu holen. Präzises Zentrieren der Thermiken war gefragt. Die meisten querten nach Bellwald, aber nicht alle konnten dort die nötige Höhe fürs Weiterfliegen Tanken. Chrischi, Philippe und Sebi flogen das Goms ein Stück hoch. Letzeren beiden geland schliesslich der Sprung vom Galmihorn in Richtung Finsteraarhorn. Oben raus wurden die Bedingungen immer besser, eigentlich muss man schon sagen "unglaublich gut"! Beide konnten das Finsteraarhorn überfliegen. Philippe verabschiedete sich schliesslich in Richtung Berner Oberland und landete in Interlaken. Sebi gönnte sich eine Sightseeing-Runde quer über die Gletscher und überflog dabei das Aletschhorn. Später konnte er am Bietschhorn auf 4500 m aufdrehen. Diese Höhe nutzte er, um noch einen Schlenker ins Saas-Tal zu machen. Chrischi und Chrigel konnten zwar nicht in das obere Stockwerk wechseln, aber sie nutzten die labile unterste Luftmasse im oberen Rhonetal, um schliesslich erst um 17:40 in Brig zu landen. Solche Flug-Bedingungen im Oktober sind aussergewöhnlich. Die Radiosondierung von Payerne für den Nachmittag zeigt einerseits eine ausgeprägte Inversion zwischen 900 und 850 hPa, deshalb der Hochnebel mit Obergrenze um 1500 m. Andererseits zeigt sie eine labile Luftschichtung von 800 bis 550 hPa - also von 2000 bis rund 4500 m über Meer. Da die Luft sehr trocken ist (grosser Abstand zwischen der grünen und der roten Linie), gab es quasi keine Quellwolken. Der XC-Cup 2025 ist somit offiziell beendet. Bleibt nur noch, dass die Liga-Chefin die Gesamt-Auswertung erstellt. Danke an alle, die dabei waren und für gute Stimmung gesorgt haben!
XC-Expedition Sertao

The Last Day in Sertão

Jérôme Kägi, 3. October 2025
On the last flying day in Caicó for the Swiss League XC Team, the forecast once again promised adventure: high humidity, steady wind, and the potential for a classic Northeastern Brazil XC day. As always, the team gathered at breakfast at 5:00 a.m. and headed to the airport in Caico to prepare for towing just after sunrise. When I looked out of the window that morning, I was unexpectedly thrilled to see the sky completely covered in clouds. Christoph couldn’t hide his surprise, asking why I looked so happy with such gloomy conditions. I smiled back: “It’s going to be a good day.” Early Launches and First Climbs Sebi and Christoph were first to launch around 06:45, followed by Paddy and myself. My tow went smoothly, though Paddy quickly climbed higher behind Caicó. By the time I reached São Fernando, things looked grim – I was already searching for landing options at just 80 meters above ground. Then luck struck: a group of urubus circled right in front of me. I joined them and found my saving thermal, climbing to cloud base at 1,000 meters by 7:30 a.m. The day had begun. Strange Air, Then Pure Bliss The next 60 km were tricky, with weak, inconsistent lift or bigger sink as usual. But patience paid off. Beyond that stretch, the skies opened with powerful thermals and long cloud streets that carried me quickly toward Quixadá. From 120km onwards, only Paddy and I remained airborne. His early advantage meant he was slightly ahead, while I was still recovering from my low save in the morning.. Approaching Quixadá (around 300km), I once again came close to landing but managed to reconnect with a thermal that lifted me back to 2,100 meters – this time with renewed confidence. A Twist of Fate Roughly 30 km later, I suffered a small collapse on the right side of my wing. The incident left a knot in my right brake line, limiting control. From that point on, I could only turn left efficiently, and my speed bar use was restricted to about 50%. Still, I pushed on for another 50 km, determined to make the most of the day. In the end, I opted for a safe landing field rather than risk flying further with impaired control and not many landing options for at 50km. Paddy also landed around the same time on his chosen route. Gratitude and Team Spirit This last day in Caicó was a reminder of why we fly: resilience, teamwork, and the thrill of chasing horizons. A huge thank you goes to the Fly with Andy Team, the Swiss League, and of course to Stephanie, Sebi, Christoph, Noah, Pit, and Paddy for making this adventure unforgettable. **** Deutsch **** Am letzten Flugtag in Caico für das Swiss League XC Team versprach die Prognose noch einmal Abenteuer: hohe Luftfeuchtigkeit, beständiger Wind und die Chance auf einen klassischen Nordost-Brasilien-Tag. Wie gewohnt traf sich das Team bereits um 5:00 Uhr zum Frühstück und fuhr anschliessend zum Flughafen in Caico, um kurz nach Sonnenaufgang mit dem Schlepp zu beginnen. Als ich an diesem Morgen aus dem Fenster blickte, war ich überraschenderweise begeistert, den Himmel komplett wolkenverhangen zu sehen. Christoph konnte seine Verwunderung nicht verbergen und fragte, warum ich mich bei solch tristem Wetter so freue. Ich lächelte zurück: «Es wird ein guter Tag.» Frühe Starts und erste Aufstiege Sebi und Christoph starteten gegen 06:45, gefolgt von Paddy und mir. Mein Schlepp verlief gut, doch Paddy stieg hinter Caico schnell höher. Als ich São Fernando erreichte, sah es bereits kritisch aus – ich suchte schon nach einem Landefeld, nur 80 Meter über dem Boden. Dann hatte ich Glück: Ein Schwarm Urubus kreiste direkt vor mir. Ich folgte ihnen und fand meine rettende Thermik, die mich bis zur Wolkenbasis auf 1’000 Meter brachte – um 7:30 Uhr war der Tag für mich eröffnet. Zähe Luft, dann purer Genuss Die nächsten 60 Kilometer waren anspruchsvoll: schwache, unregelmässige Thermiken oder ungewöhnlich starkes Sinken. Doch Geduld zahlte sich aus. Danach öffnete sich der Himmel mit kräftigen Thermiken und langen Wolkenstrassen, die mich zügig in Richtung Quixada trugen. Nach 120km waren nur noch Paddy in der Luft. Sein früher Vorteil hielt ihn etwas vor mir. Kurz vor Quixada war ich erneut knapp vor dem Landen, konnte aber rechtzeitig wieder eine Thermik finden, die mich zurück an die Wolkenbasis brachte – diesmal bis auf 2’100 Meter und mit neuer Zuversicht. Ein kleiner Zwischenfall Etwa 30 Kilometer später erlitt mein Schirm auf der rechten Seite einen kleinen Klapper. Dabei entstand ein Knoten in der rechten Bremsleine, der die Steuerung einschränkte. Von da an konnte ich nur noch effizient nach links kurven, und mein Speedbar-Einsatz war auf etwa 50 % begrenzt. Dennoch kämpfte ich mich weitere 50 Kilometer voran, fest entschlossen, das Beste aus dem Tag zu machen. Schliesslich entschied ich mich für ein sicheres Landefeld, anstatt mit eingeschränkter Kontrolle weiterzufliegen, da die Landemöglichkeiten immer weniger wurden. Paddy landete zur gleichen Zeit auf seiner Route. Dankbarkeit und Teamgeist Dieser letzte Tag in Caico war eine Erinnerung daran, warum wir fliegen: Ausdauer, Teamgeist und die Freude am Horizontjagen. Ein riesiges Dankeschön geht an das Fly with Andy Team, die Swiss League und natürlich an Stephanie, Sebi, Christoph, Noah, Pit und Paddy für dieses unvergessliche Abenteuer.
XC-Expedition Sertao

Final report XC-expedition Sertão

Stephanie Westerhuis, 3. October 2025
The Paragliding Swissleague supports elite-level competitions in Hike & Fly, Acro, and Race-to-Goal. But there is one more discipline where no organized competitions exist: XC. The Swiss XC League does not train for competitions but is pursuing a dream—flying 600 kilometers. Since 2018, the XC League has made several trips to Caicó in the Sertão. Supported by the professional crew of FlyWithAndy, a dozen pilots have managed to fly more than 500 km, even 550 km, but never 600. The only one who has ever surpassed the 600 km mark is Sebastien Kayrouz in Texas in 2021. One big problem seems to be the Plateau towards the end of the flight, as it often delivers weaker thermals. One approach to overcoming this problem would be a different takeoff, for example Tacima, where the world’s second-longest flights were made by a group of Brazilian pilots in 2019. However, the terrain behind Tacima is known for being tricky, so this year we made an effort to find a different takeoff. This year’s crew consisted of: Sebastian Benz, Jérôme Kägi, Noah Kiener, Patrick Meyer, Christoph Richert, Pit Vollenweider, and Stephanie Westerhuis. Our idea was to stay on the well-established Caicó route but take off further upwind. In our first week, we made a trip towards Soledade, where we spent a day scouting possible launches that we had previously identified using satellite images. In the end, we found one field of about 700 m length with only low vegetation, close to Olivedos. We managed to fly from there, but it turned out tricky: as the terrain is higher than in Caicó while the cloud base is similarly low, we did not have much altitude to work with in the morning. Furthermore, the first 20 km feature many landing options, but afterwards the terrain is hilly and full of jurema. And if you make it past this region, the ridge of Parelhas follows, which is also not easy to overfly early in the morning. Hence, we let go of this idea and returned to Caicó. We had many days with few clouds and early bomb-outs. Then came the third-to-last day of our trip: Sebi and Paddy made the flights of their lives, flying 588 and 592 km! Find their flights and reports below. The key was the exceptionally high cloud base at the end of the flight, which made crossing the Plateau easy. Sebi did not fly particularly fast, but by using the full day, he managed 11.5 hours in the air. Paddy flew faster but landed a bit earlier. We are now convinced that flying 600 kilometers—and maybe even breaking the current Free Flight World Record in the Sertão—is possible when flying long and fast! Huge thanks to FlyWithAndy who was a visionary to start towing in Caicó many years ago, has the longest experience in towing safely and high and has always supported us in pursuing this dream together. Let's keep on dreaming!
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