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XC News

XC Brasil

Erfolgreicher letzter Flugtag!

Christian Maurer, 19. October 2017
Mit dem letzten Flugtag (dem wohl besten unseres Brasilienaufenthaltes) geht das Abenteuer „Weltrekordversuch“ zu Ende. Michael Sigel schraubt den Schweizerrekord auf 533km, und das mangels Startglück der anderen, alleine - Bravo! Auch Jan und Patrick flogen Flügel an Flügel über 515km und sind damit unter den 8 Piloten, die jemals mit dem Gleitschirm über 500km fliegen konnten! Die am 13. Oktober 2016 erfolgenden 564km konnten wir noch nicht erreichen, dazu hatten wir zu schwachwindige Tage. Jedoch konnten wir mit Andy Flühler viel Erfahrung sammeln, um bei einem nächsten Versuch und passendem Wetter gleich parat zu sein! Er bringt mit seinem Team den wichtigen Support an Gebietsinfos und den Rückholservice. Hier brauchten 50 erflogene KM ca.1 Std. Rückfahrt, was bei 500km schon um 800km Strasse und 10 Std. sind. Das heisst auch, wenn man weiter als 300km kommt, berappt man 2 Hotelzimmer… Damit die Fahrer die Piloten finden, braucht es eine taktische Landung, damit man nach dem Packen ohne Tageslicht auf einer fahrbaren Strasse steht! (bei optimaler Ausnutzung der Thermik gleitet man in die Nacht und landet gemäss Sunset spätestens um 17:50 Uhr- um 18:05 ist es finster) Zum lokalisieren- Rübkohlen und Sicherheit, verwendeten wir zwei Livetracking Systeme, dass von Flymaster via GSM Netzt sowie den SPOT via Satelliten. Aber auch ein Funk mit langer Antenne ist wichtig, Telefon und Datenempfang beschränkt sich auf eine Höhe von ca. 200- 1000m über Boden. Am Boden hatten wir meist nur in den Dörfern Empfang… Technisch erlernten wir dann erst mal den Cobrastart, der bei Wind ab 30km/h an der Winde unerlässlich ist! Die Flugpiste von Caico, welche wir ausnahmsweise und mit politisch langfädiger Anfrage benutzen durften, ist mit 1000m nicht sehr lang. Um auf Maximale Höhe von 950mG zu schleppen, muss nicht nur der Pilot, sondern auch der Helfer und der Windenfahrer seine Handgriffe beherrschen! Auch wo es dann um 06:30 Uhr steigt, wo man notfalls landen kann und wie man effizient zurück auf das Startfeld kommt, erlernten wir! Schön war natürlich zu sehen, dass unsere Taktik, also mit der Winde von Caico aus, erfolgreich war. Die Debriefings und Diskussionen, wie man in der Luft einander am besten helfen kann, förderten den Erfolg täglich! In den 13 Tagen konnten wir jeden Tag einen Versuch starten (zwar nicht immer alle, da die Rückfahrt von +300km Flügen einen Tag beanspruchte). 8 Piloten flogen Total 7x über 500km, 14 weitere über 400km und das ohne langes soaren am Morgen oder tiefes riskieren von Rückwärtslandungen! Ein perfekter Team Erfolg erflogen wir am 14.10., an welchem alle über 412km weit flogen und am Abend zusammentrafen! Rückblickend kamen wir erstmals „auf die Welt“, lernten dann Step by Step wie es gehen könnte und wurden immer effizienter. Wir sind zuversichtlich, dass bei einem nächsten Versuch und etwas mehr Wetterglück der Weltrekord fällig ist!
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Thursday -Second last day in Brazil

Michael Sigel, 17. October 2017
Here is today’s report. As the forecast indicated, the sky was covered with clouds today morning. However, we still went to the airport early in the morning to see if conditions will improve. We arrived at 6:20 at the airport, but the clouds did not disappear and even our most optimistic pilots did not unpack their gliders. Another reason for the slow action was, that an airplane was expected at 7:00 and we had to stop tows for half an hour. During this forced brake we had enough time to have a look around in the hangar near by and discuss the procedure for today and tomorrow. While Chrigel M. and E. have their airplanes tomorrow in the evening, Jan,Patrick, Adi and I are more flexible, as we plan to stay some more days on the beach. Our small group will extend one more day.
Finally the airplane arrived and we were clear to fly again. The conditions improved as well and we saw some nice clouds forming. Both Chrigels and Gebi launched, the others decided for a rest today, as tomorrow looks quite promising. Gebi bombed out quite fast, but the Chrigels are on their way to the west. Currently they are 150km away from Caico. You can follow the action live on http://www.flywithandy.com/livetracking-brasilien . But the mobile phones don’t have a good coverage here and you might also follow Chrigel M. with the Spot: http://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0grFioihay94coRnbCVqfU2csu1hb4noN

Today morning I did a Facebook live stream from the airport:
https://www.facebook.com/michael.sigel.1
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Montag - leider zu viele Wolken und nur wenig Wind

Michael Sigel, 16. October 2017
Hallo zusammen

Wir haben noch Fotos zu den Flügen von Gestern hochgeladen!

Nun mal ein Update in deutsch, ich hoffe, die Romands und Ticinesi verzeihen mir das. Vorgestern sind alle Schweizer bei ihrem 400km Flug bei Sonnenuntergang gelandet. Bis der Schirm gefaltet war, war es um 18 Uhr bereits stockdunkel. Deshalb haben wir alle In Creatus übernachtet, da die Heimfahrt schon nur ab da sieben Stunden dauerte. Deshalb ergibt sich hier auf jeden langen Flug über 400km eine automatische Flugpause. Doch nach 11 Stunden Flug bei doch anstrengenden Bedingungen ist ein halber Tag Ruhe im Hotel auf jeden Fall notwendig.
Heute morgen hiess es aber bereits wieder um 5 Uhr aufstehen, morgenessen und ab zum Flugplatz. Patrick und Leandro wagen den Start bereits um 6:30 – Das ist bereits 1.5 Stunden nach Sonnenaufgang – und das im Flachland! Im Gegensatz zu den meisten anderen Tagen hatte es relativ viele Wolken. Umso erstaunter waren wir, als sie gleich nach dem Ausklinken zu Drehen und Steigen begannen. Auf dem Flugfeld brach etwas Panik aus, da heute anscheinend der Tag der Tage gekommen ist! Adrian und Chrigel E. schleppten anschliessend hoch, gefolgt von Chrigel M. und mir. Gebi, Jan und Vagner folgten sogleich. Zügig ging es unter den Wolken voran Richtung Patu und Chrigel hat ordentlich Gas gegeben. Das war für mich komplett neu: Es hatte bereits am morgen um 7 Uhr richtige Wolkenstrassen und so gasten wir zu Zweit fast Vollgas unter der Wolkenbasis Leandro und Pädel hinterher. Deshalb und dank 20km/h Rückenwind lag unsere Durchschnittsgeschwindigkeit bereits in der ersten Stunde auf Weltrekordkurs. Dummerweise nahm die Bewölkung immer weiter zu und sorgte für grosse Abschattungen. Das, zusammen mit der tiefen Wolkenbasis, forderte schnell mal seinen Tribut und ich musste landen gehen. Mein Frust war dementsprechend gross, schien es doch wirklich ein Hammer Tag zu sein. Gelandet bin ich so richtig in der Pampa, da war nur ein kleiner Bauernhof. Schon beim Falten kam ein Bauer zu mir, er redete freundlich auf portugiesisch auf mich ein, ich versuchte auf spanisch-pantomimisch zu antworten. Er nahm mich anschliessend auf die Farm mit, bot mir Kaffee und eine Dusche an. Es ist schon unglaublich, wie freundlich die Menschen hier sind, auch wenn sie offensichtlich arm sind und nicht einmal ein funktionierendes Auto oder Motorrad besitzen. Der nette Empfang lies dann meinen Frust ziemlich schnell verfliegen und so habe ich bei der Familie gewartet, bis ich vom Retrieve eingesammelt wurde.
Mittlerweile hatte sich der Himmel weiter verfinstert und so mussten auch die anderen Schweizer bald einmal landen oder entschieden sich zu landen. Einerseits weil die Thermik immer schwächer wurde, andererseits hat der Wind ziemlich stark abgenommen. So war es zum ersten mal seit langem der Fall, dass wir alle bereits am Mittag wieder im Hotel waren. Selbstverständlich wurde es am Nachmittag auch richtig schön...
Es bleiben uns leider nur noch 1, respektive 2 Tage hier in Brasilien. Für morgen sehen die Wetterprognosen nicht besonders gut aus, bleibt der Wind doch eher schwach (unter 10 Knoten) und es scheint wieder ziemlich bedeckt zu sein. Möglicherweise werden Jan, Adrian, Patrick und ich noch einen Tag am Mittwoch anhängen, die anderen müssen bereits am Mittwoch Richtung Flughafen und Heimat.
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350km, 170km, 412km, 406km

Michael Sigel, 11. October 2017
Here is another update from Caico, Brazil. While I was writing the last report, Chrigel flew the biggest FAI triangle here in Brazil (180km), this is quite special, as we came here because of the strong wind to make big distances. While Chrigel was fighting the wind to get back to Caico, C. Erne took advantage of the light east breeze and flew 350km to the west.
On Monday the wind was forecasted to be weak again (weak means under 20km/h), that is why we tried to repeat Chrigels FAI and extend it even more. However, the conditions were more tricky than yesterday and after some nice rides from one cloud to the other against the wind, we finally took a bad line, got a 1 to 2 glide ratio down to the ground. Adrian went with the wind, but decided to call it, because the conditions were not good with backwind either.
For Thursday the wind was supposed to pick up again. That’s why everybody was motivated and ready at 7:00 at the airport. Pädel and Andy were the first ones on the tow, but did not climb. The two Brazilians were shortly after, went up and we never saw them again. Jan and C. Erne followed and climbed to. While Chrigel had nice take off conditions, I tried to launch in quite strong conditions and was dragged all over the place… Ten minutes later I finally managed to get in the air and connect with Chrigel. After 40km we could connect with Jan and C. Erne and continue in survival mode. Pädel and Adi tried to catch up, but both had to land. The conditions got better and our group progressed well. After some while Chrigel and I lost the others and continued alone. The east wind was weak again and we were quite slow. But as a team we did well, pushed and helped each other to find the best thermals. At 15:00 we passed Quixada and decidet to continue, even when our average speed was low. Finally the conditions got magic and we catched one last weak thermal just before sunset. Together we followed a dirt road and touched down after 412km. We speeded up a lot to pack our gliders, but we had to take our mobile phones to check if we did not leave some things behind. The retrieve worked excellent and Dio arrived 20min after our landing! On our way back we picked up C. Erne who finished again with BP of 353km. Thanks to a fast driving style we were back at our hotel at 1:30.
Today Chrigel and I stayed in the hotel to recover, while The others found their selves under a 8/8 cloud cover at the airport. Nonetheless everybody managed to climb out before 8:30! Again, the weak morning conditions took a toll and everybody but Patrick and Jan had to land. Currently they are at 385km and still flying!
The next days look like we will get more wind, but we will see…
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Arrival and first flights

Michael Sigel, 8. October 2017
Hi Everybody

Her here is an update from Brazil. On Thursday evening our small team arrived in Caico, which will be our base for the next days. We think it is a great place to chase big distances: it is on the line between the two record sites (Tacima in the east and Patu on the west). We will launch with two winches, as it allows us to get in the air even if the wind is very strong and a take off on the mountain would not be possible. Landro and Vagner, two local pilots, are also flying with our team.
That is how our days look like: wake up at 5:30, leave the hotel at 6 and prepare the gliders at 6:30 on the runway of Ciaco airport. First thermals usually start at 7 and we expect to fly until 18 on very good days. From 7 to 9 it is quite difficult to stay in the air and it is important to stay high: usually you stay in the climb and wait until the climb is lost. The reason is that with 30-40km/h wind, you still make a lot of distance even if you turn for 1 hour? from 9-12 the thermals are good, before the conditions go down again (locals say that at that point the cloudbase rises much more and the thermals need to reorganize). After 14 the thermals are strong and the cloud base is high. Usually the retrieve needs +/- 1 hour for every 60km. That means if you go more than 400km and even land at 17, you will be back home after midnight. This is why we try to decide if the day is worth to try to fly war, or if it is better to land “early” and be fit again on the next day.
On the first day the first pilots climbed out at 7:20 and managed to stay in the air. However, it is not easy to catch a thermal from the winch and Chrigel, Patrick and Michael learned this the hard way and bombed out 3 times, before we finally managed to climb at 9. At that time the first pilots were already 60km away from us! However, as a group we did quite well and had a 50km/h average speed on the first three hours. However, the day was not excellent, as the sky turned blue. It made it quite difficult to find thermals and Adi, Chrigel Erne and Jan had to land. Our group also got separated and we lost Chrigel Maurer. At 15 Pädel and me decided to land in Quixeramobim (280km), as we were too late for a good distance anyway. Chrigel continued and landed at 380km, the two locals were close to 400km too.
Yesterday the wind was much more weak. This is causing two problems: the first one is that the runway is too short and we are struggling to climb high enough after the tow, the second is that we are not pushed by the wind and will not fly far enough. However, we still did some tows to get used to it and to optimize the process.
Today the wind was predicted to be even less than yesterday. But when we arrived on the airport, the wind was really strong already! Pädel and Michael launched first at 7:10, but did not manage to stay up. Adi and Chrigel Ene did better and climbed out. Leandro climbed out as well, just before we had problems with our winches. At 9:30 Chrigel, Jan and Pädel managed to get to the air, while Michael decided to stay on the ground and safe energy for the next days. Currently Chrigel Erne and Leandro are 150km out, Chrigel Maurer, Pädel and Jan are 70km out.
I think it is time to say thank you to all our sponsors, the Swiss Hangglider Association and of course Fly with Andy!
You can follow the action live.
XC Weekend

Debriefing

Christian Maurer, 20. August 2017
Bedingungen wie im Frühling, wer hätte das für August gedacht! Gratulation an alle, hoffe ihr habt gute Flachland Erfahrungen sammeln können?
Die Prognosen waren +- richtig, früher beginn brauchbarer Thermik (südseitig Weissenstein- die 2. Kette ging schwach, erst später). Es zog von tief- manch einer hatte ein oder mehrere "Low Safe" - never give up! In Bodennähe war der Wind meist variabel, die Thermik- Ablösungen steuert diesen. So ist es meist auch eine gute Taktik, mit dem Wind die rettende Thermik zu suchen (die Ablösung saugt Luft nach- mit dem Wind kann ich weiter gleiten= mehr Fläche absuchen) und nach allem möglichen was steigt Aussicht zu halten!
Zum Start: Nach dem zögernden Starts wurde es bald mal dunkel vor der ersten Kette, warten wurde schwierig. Um 12 Uhr war noch keine Gruppe zum losfliegen bereit- es war auch zu früh. Einzelne konnten sich jedoch kurz danach Richtung Langenthal schon zuverlässig halten. Rausfliegen war dann angesagt und es bildeten sich mehrere Gruppen- diese sich wegen starken Zyklen meist schnell wieder verloren. Dank perfektem Wolkenbild und hoher Basis ging die Route über den Napf zügig ins Berner Oberland. Warum die Basis nach der Schrattenfluh deutlich tiefer war und die Thermik schwächer, auch nicht ganz August Norm- jedoch in der Segelflugprognose so drin. So war dann auch der Grimselpass nicht zu überfliegen...
Und ja, trotz "sehr guten" Mittelland Bedingungen musste man sehr vorsichtig sein, damit man nicht steht- von "Hero to zero" vergingen meist nicht mal eine Mahlzeit.
Unter diesem Link können die Flüge von Heute angeschaut und analysiert werden:
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